Schleswig-Holstein (pm). Brennstoffzellen sind eine innovative Lösung für eine emissionsfreie Energieversorgung. Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) setzt diese Technologie künftig für die Notstromversorgung wichtiger Umspannwerke bei einem flächendeckenden Stromausfall ein. Nach dem erfolgreichen Probebetrieb an zwei Standorten baut der Netzbetreiber die Infrastruktur nun aus.
„Bisher sicherten Batterien für rund mehrere Stunden den Betrieb der Übertragungstechnik in unseren Umspannwerken“, sagt Projektleiter Tobias Lützen. Doch die Anforderungen haben sich geändert: Künftig muss die Stromversorgung in neuralgischen Umspannwerken mindestens 72 Stunden lang sichergestellt sein. „Brennstoffzellen sind eine innovative Lösung für die Notstromversorgung. Gleichzeitig sind sie emissionsfrei und somit umweltschonend gegenüber einem klassischen Aggregat mit Verbrennungsmotor“, so Lützen.
So startete 2024 ein Pilotprojekt in zwei Umspannwerken. Mit positivem Ergebnis: „Wir sind sehr zufrieden. Brennstoffzellen können die gestellten Anforderungen erfüllen. Die Technologie lässt sich außerdem gut in unsere bestehende Infrastruktur einbinden“, sagt Tobias Lützen. „Zudem ist der Wartungsbedarf gering, weil kaum mechanische Teile verbaut sind.“ Durch die Modulbauweise ist die Lösung zudem skalierbar und lässt sich den individuellen Begebenheiten an jedem Standort anpassen.
Geplant ist nun, in einem ersten Schritt acht weitere Umspannwerke von SH Netz mit der innovativen Technologie auszustatten. Weitere sollen folgen. Die bisher genutzten Batterien in den Umspannwerken bleiben einsatzbereit und dienen so als zusätzliche Absicherung. Pro Aggregat investiert SH Netz rund 150.000 Euro in den sicheren Netzbetrieb.
Brennstoffzellen-Technologie bietet einige Vorteile. Der Wartungsbedarf ist beispielsweise geringer, weil wenig mechanische Teile verbaut sind.









