Lübeck (pm/gb). Unter dem bundesweiten Motto #ohneunsstehtallesstill ruft das Töchter Kollektiv am Montag, 9. März 2026 zum intersektionellen Frauenstreik auf. Die Lübecker Ortsgruppe organisiert an diesem Tag von 13 bis 17 Uhr eine Standdemonstration auf dem Drehbrückenvorplatz und lädt Frauen, trans*, nicht-binäre und solidarische Menschen dazu ein, Lohn- und Care-Arbeit niederzulegen und gemeinsam sichtbar zu werden.
Das Töchter Kollektiv ist eine bundesweite, intersektional-feministische Bewegung. Ziel ist der Einsatz für Gleichstellung, soziale Gerechtigkeit und ein selbstbestimmtes Leben für alle Frauen und marginalisierten Geschlechter.

Der Frauen*streik am 9. März 2026 ist ein politischer Aktionstag. Unbezahlte, schlecht bezahlte und unsichtbare Arbeit wird sichtbar gemacht und gesellschaftliche sowie politische Veränderung werden eingefordert. Ohne die bezahlte und unbezahlte Arbeit von Frauen und marginalisierten Geschlechtern steht die Gesellschaft still. Sorgearbeit, Erziehungsarbeit, Pflege, emotionale Arbeit sowie schlecht bezahlte Tätigkeiten in systemrelevanten Bereichen tragen maßgeblich das gesellschaftliche Zusammenleben und werden dennoch strukturell abgewertet.
„Der Frauen*streik ist kein symbolischer Aktionstag, sondern eine kollektive politische Handlung“, erklärt die Lübecker Ortsgruppe des Töchter Kollektivs. „Frauen werden dazu aufgerufen, Arbeit – ob im Betrieb, zu Hause oder im Ehrenamt – bewusst ruhen zu lassen und sich gemeinsam auf dem Drehbrückenvorplatz zu versammeln. Sichtbarkeit ist ein erster Schritt zu Veränderung.“
Die Standdemonstration wird von verschiedenen Programmpunkten wie Redebeiträgen, Musik und weiteren Darstellungen begleitet. Im Mittelpunkt stehen die gemeinsame Präsenz und Solidarität vor Ort. Der Streik richtet sich an alle, die von struktureller Ungleichheit betroffen sind – insbesondere Frauen, Alleinerziehende, Frauen mit Migrationsgeschichte, Schwarze Frauen, Frauen of Color, trans* und nicht-binäre Menschen sowie Beschäftigte in prekären Arbeitsverhältnissen.
Mit dem Frauenstreik fordert das Töchter Kollektiv unter anderem:
- · die gesellschaftliche und materielle Aufwertung von Sorgearbeit
- · existenzsichernde Löhne und gerechte Arbeitsbedingungen
- · die Absicherung von Care-Arbeit und Sorgezeiten
- · wirksamen Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt
Weitere Informationen zum bundesweiten Frauenstreik und zum Töchter Kollektiv finden sich unter: https://toechterkollektiv.de/. Für Rückfragen steht das Organisationsteam der Lübecker Ortsgruppe zur Verfügung unter frauenstreik2026.luebeck@gmail.com zur Verfügung.









