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Titel Herzogtum Lauenburg

Resolution fordert mehr Unterstützung für zivilgesellschaftliches Engagements

Text auch in leicht verständlicher Sprache erstellt

von Gesine Biller
Januar 27, 2026
Resolution fordert mehr Unterstützung für zivilgesellschaftliches Engagements

Engagierte Menschen aus der Zivilgesellschaft berieten auf der 16. 'Regionalkonferenz Rechtsextremismus und Demokratiestärkung' in Grevesmühlen, was zivilgesellschaftliches Engagement braucht, um demokratiestärkend wirksam sein zu können. Foto: Andreas Grimm, agp creative, hfr

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Ratzeburg (pm). Mehr als 100 engagierte Menschen aus Zivilgesellschaft, Kommunalpolitik, Schule und Verwaltung haben am 15. November 2025 zur 16. Ausgabe der ‚Regionalkonferenz Rechtsextremismus und Demokratiestärkung‘ darüber diskutiert, was zivilgesellschaftliches Engagement braucht, um demokratiestärkend wirksam sein zu können. In verschiedenen Arbeitsgruppen wurde praxisnah und erfahrungsbasiert ein Maßnahmenkatalog  zusammengetragen, der die wesentlichen Bedarfe für eine erfolgreiche Demokratiearbeit beschreibt.

Engagierte Menschen aus der Zivilgesellschaft berieten auf der 16. ‚Regionalkonferenz Rechtsextremismus und Demokratiestärkung‘ in Grevesmühlen, was zivilgesellschaftliches Engagement braucht, um demokratiestärkend wirksam sein zu können. Foto: Andreas Grimm, agp creative, hfr

Völlig einig waren sich die Teilnehmenden, das zivilgesellschaftliches Engagement ein unverzichtbarer Grundpfeiler einer lebendigen Demokratie ist. Es ermöglicht Teilhabe, schafft Räume für Dialog und stärkt Widerstandsfähigkeit gegenüber Polarisierung, Desinformation und rechtsextremen Ideologien. Gleichzeitig sehen sich Engagierte aber wachsenden Belastungen und Herausforderungen gegenüber: Bedrohungen und Hass, strukturelle und finanzielle Unsicherheiten, mangelnde Anerkennung, bürokratische Hürden, fehlende Ressourcen sowie ein zunehmend herausforderndes gesellschaftliches Klima. Damit zivilgesellschaftliches Engagement seine demokratiestärkende Kraft entfalten kann, braucht es vor allem verlässliche Rahmenbedingungen, sichtbare politische Unterstützung, langfristige Förderung sowie eine demokratische Infrastruktur, die auf allen Ebenen trägt – in Bildung, Verwaltung, Medien, Kommunen und im digitalen Raum.

Im Auftrag der Teilnehmenden hat das Organisationsteam der ‚Regionalkonferenz Rechtextremismus & Demokratiestärkung‘, bestehend aus dem Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg der RAA, dem Regionalen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Lübeck beim AWO Landesverband SH e.V., dem Verein Miteinander leben e.V. in Mölln, den Partnerschaften für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen, der Stadt Lauenburg mit dem Amt Lütau, des Landkreises Nordwestmecklenburg  sowie dem Fachdienst Familie und Schule, Kinder- und Jugendschutz des Kreises Stormarn, das Arbeitsergebnis aus der Konferenz als Resolution formuliert. Sie ist als Forderung, als Weckruf und als Anstoß zum Dialog zu verstehen.

Im Sinne der Inklusion versuchen wir ab sofort zu unseren Artikeln auch eine Übersetzung in leichter Sprache zu bieten. Wir bitten um Verständnis, dass wir aus zeitlichen Gründen immer nur einige Berichte übersetzen können.

Image by Markéta Klimešová from Pixabay

Eine Resolution der „Regionalkonferenz Rechtsextremismus und Demokratiestärkung“ fordert mehr Unterstützung für Menschen, die sich für Demokratie einsetzen.

Am 15. November 2025 trafen sich mehr als 100 engagierte Menschen zur 16. Regionalkonferenz. Dabei waren Personen aus Vereinen, Initiativen, Kommunalpolitik, Schulen und der Verwaltung. Gemeinsam haben sie darüber gesprochen, was Menschen und Organisationen brauchen, um sich gut und wirksam für Demokratie einsetzen zu können.

In Arbeitsgruppen sammelten sie viele praktische Erfahrungen und Ideen. Daraus entstand eine Liste mit wichtigen Maßnahmen. Diese Liste beschreibt, was nötig ist, damit Demokratiearbeit erfolgreich sein kann.

Alle waren sich einig:
Engagement aus der Zivilgesellschaft ist ein Grundpfeiler der Demokratie.
Es sorgt dafür, dass Menschen mitreden und mitgestalten können. Es schafft Räume für Gespräche und Austausch. Außerdem hilft es, die Gesellschaft stark zu machen gegen:

  • Spaltung
  • Falschinformationen
  • rechtsextreme Ideen

Gleichzeitig wird dieses Engagement immer schwieriger. Viele Engagierte erleben:

  • Bedrohungen und Hass
  • unsichere Finanzierung
  • wenig Anerkennung
  • viel Bürokratie
  • zu wenig Geld, Zeit und Personal
  • ein gesellschaftliches Klima, das rauer wird

Damit sich Menschen weiter für Demokratie einsetzen können, brauchen sie:

  • verlässliche Bedingungen
  • klare Unterstützung aus der Politik
  • langfristige finanzielle Förderung
  • eine starke demokratische Struktur in allen Bereichen, zum Beispiel in
    • Schulen
    • Behörden
    • Medien
    • Kommunen
    • dem Internet

Im Auftrag der Teilnehmenden hat das Organisationsteam der Konferenz die Ergebnisse als Resolution aufgeschrieben. Beteiligt waren mehrere Beratungsstellen, Vereine, Städte und Landkreise aus der Region.

Diese Resolution ist:

  • eine Forderung an Politik und Gesellschaft,
  • ein Weckruf, dass Handeln nötig ist,
  • und eine Einladung zum Dialog.

Was ist eine Resolution?

Eine Resolution ist eine gemeinsame Erklärung einer Gruppe von Menschen oder Organisationen.

Darin steht:

  • wie sie eine bestimmte Situation einschätzen
  • was sie wichtig finden
  • was sich ändern soll
  • welche Forderungen sie stellen

Eine Resolution ist also kein Gesetz.
Aber sie ist ein starkes politisches Signal:
👉 „Das ist ein wichtiges Thema – hier muss etwas passieren.“

Sie wird oft nach Konferenzen, Treffen oder Versammlungen beschlossen, wenn viele Beteiligte sich auf gemeinsame Aussagen einigen.

Tags: DemokratieRegionalkonferenz ‚Rechtsextremismus & Demokratieförderung‘

Gesine Biller

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