Mölln/Berlin (aa/pm). Anlässlich des Endes der Ausbaupläne für den Elbe-Lübeck-Kanal hat sich Konstantin von Notz, Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen für den Wahlkreis 10, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen-Bundestagsfraktion und Stadtvertreter in Mölln, zur aktuellen Entwicklung geäußert. Nach Einschätzung von von Notz kommt das Aus der Ausbaupläne nicht überraschend.
Von Nnotz verweist darauf, dass wiederholt darauf hingewiesen worden sei, dass ein umfassender Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals unter den bestehenden finanziellen, ökologischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen kaum realisierbar sei. Dennoch sei über Jahre hinweg, insbesondere von Seiten der CDU, der Eindruck vermittelt worden, das Milliardenprojekt lasse sich ohne Weiteres umsetzen. Dadurch seien Erwartungen in der Region geweckt worden, deren Nichterfüllung nun zu Enttäuschungen führe.
Von Notz betont, dass es nun darum gehe, den Blick nach vorn zu richten und keine unrealistischen Erwartungen weiter zu nähren. Der Elbe-Lübeck-Kanal habe weiterhin eine große Bedeutung, heute jedoch vor allem als kulturell und historisch wertvolle Wasserstraße sowie als touristische Attraktion. Bereits jetzt nutzten nach seinen Angaben jährlich tausende Sport- und Freizeitboote den Kanal.
Dieses touristische Potenzial könne nach Auffassung von von Notz weiter ausgebaut werden, etwa zugunsten von Gastronomie, Hotellerie, Naturtourismus und regionaler Wertschöpfung. Dazu zähle auch der gezielte Ausbau einer sicheren, attraktiven und durchgängigen Fahrradinfrastruktur entlang des Kanals. Gleichzeitig sei eine verlässliche Unterhaltung der bestehenden Infrastruktur notwendig, um die Sicherheit und Funktionsfähigkeit des Kanals zu gewährleisten.
Abschließend spricht sich von Notz für Ehrlichkeit, Transparenz und einen realistischen Plan für die künftige Nutzung des Elbe-Lübeck-Kanals aus. Diese Perspektive solle gemeinsam mit den Menschen vor Ort entwickelt werden, damit der Kanal auch ohne umfassende Ausbauvorhaben eine tragfähige Zukunft habe.









