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Titel Gesundheit

Mehr Magen-Darm-Infektionen im Herzogtum Lauenburg

225 Salmonellose und Campylobacter-Erkrankungen

von Pressemitteilung
Juni 18, 2025
Mehr Magen-Darm-Infektionen im Herzogtum Lauenburg

Vorsicht im Umgang mit Lebensmitteln im Kreis Herzogtum Lauenburg: Die Übertragung von Salmonellen und Campylobacter erfolgt häufig über nicht durchgebratenes Geflügelfleisch. Das führte in 225 Fällen zu Erkrankungen mit Fieber, heftigen Bauchschmerzen und -krämpfen, Übelkeit und Durchfall. Foto: AOK, Colourbox, hfr.

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Herzogtum Lauenburg (pm). Im Herzogtum Lauenburg sind wieder mehr Menschen an Magen-Darm-Infektionen erkrankt. Das teilt heute die AOK NordWest auf Basis aktueller Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) mit. Danach wurden im vergangenen Jahr insgesamt 225 Erkrankungen an Salmonellose und Campylobacter-Enteritiden im Kreis Herzogtum Lauenburg gemeldet. Das sind 25 Fälle mehr als im Vorjahr (200 Infektionen). Beide Keime sind typische Krankheitserreger, die teils heftige Durchfallerkrankungen, Fieber und Erbrechen auslösen können. „In den Sommermonaten steigt mit dem Grillvergnügen auch wieder die Gefahr, an Magen-Darm-Infektionen zu erkranken. Besonders bei älteren Menschen kann es durch den hohen Flüssigkeitsverlust und die damit verbundene Kreislaufbelastung rasch zu einem lebensbedrohenden Zustand kommen. Allerdings lässt sich relativ einfach vorbeugen, indem bestimmte Hygieneregeln beim Umgang mit Lebensmitteln beachtet werden“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.

Vorsicht bei rohen Eiern und Fleisch

Salmonellen und Campylobacter gehören zu den häufigsten Erregern bakterieller Durchfallerkrankungen und unterliegen der Meldepflicht. Die Campylobacter-Enteritis ist eine durch eine Infektion mit Bakterien der Gattung Campylobacter verursachte Gastroenteritis. Sie hat die Salmonellen-Gastroenteritis inzwischen weit überholt. Salmonellen können in rohen Eiern, Geflügel, Fleisch, Milcherzeugnissen und Milcheis stecken. Die Bakterien verursachen Salmonellose, eine Lebensmittelvergiftung mit schwerem Durchfall, Erbrechen und Kopfschmerz. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 205 Campylobacter-Infektionen und 20 Salmonellen-Infektionen gemeldet. 2023 waren es 179 Campylobacter-Infektionen und 21 Salmonellen-Infektionen.

Damit Lebensmittel nicht krank machen, sollten wichtige Hygieneregeln unbedingt beachtet werden. Foto: AOK, Colourbox, hfr.

Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln

Häufig erfolgt die Übertragung über Geflügelfleisch, das nicht durchgebraten wurde. Um eine Infektion zu verhindern, ist Hygiene sehr wichtig. Dazu gehören: die Hände gründlich waschen, Marinaden oder Verpackungen nicht mit anderen Lebensmitteln in Kontakt bringen. Da Campylobacter auch im Kühlschrank und auf gefrorenen Produkten überleben, sollte das Tauwasser sofort weggegossen werden. Schneidebretter, Teller oder Messer sind nach dem Kontakt mit rohem Fleisch gründlich zu reinigen und erst dann wieder für die Zubereitung anderer Speisen zu nutzen.

Gefahr für ältere Menschen

Eine Erkrankung beginnt meist mit Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, kurz darauf folgen heftige Bauchschmerzen und -krämpfe, Übelkeit und Durchfälle. Die Durchfälle können sehr wässrig oder sogar blutig sein. In der Regel dauert eine Erkrankung bis zu einer Woche. Normalerweise verläuft sie ohne Komplikationen und die Beschwerden klingen von selbst ab. Viele Infektionen verlaufen auch ganz ohne Krankheitszeichen. Meistens ist eine Therapie, die den Wasser- und Elektrolythaushalt ausgleicht, ausreichend. Als Komplikation können in Ausnahmefällen rheumatische Gelenkentzündungen oder Hirnhautentzündungen auftreten. Bei Säuglingen, Kleinkindern, älteren und geschwächten Menschen kann die Erkrankung schwerer verlaufen und länger andauern. Gehen dem Körper zu viel Flüssigkeit und Elektrolyte verloren, kann das zu Kreislaufproblemen führen. Wenn Fieber, Durchfälle oder Erbrechen länger als zwei Tage anhalten, ist ärztliche Hilfe notwendig.

Tags: AOKGesundheitstipps

Pressemitteilung

Bei Pressemitteilungen handelt es sich nicht um eine neutrale beziehungsweise kritische Berichterstattung im klassischen journalistischen Sinne. Es sind in der Regel Texte von Parteien, Organisationen, Institutionen und Unternehmen und schildern oft nur eine Sicht der Dinge. Die Redaktion von Herzogtum direkt prüft Pressemitteilungen vor Veröffentlichung stets nach bestem Wissen und Gewissen. So werden unter anderem Superlative und nicht belegbare Behauptungen aus den Texten entfernt.

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