• Impressum
  • Werbung
  • Karte
  • Veranstaltungskalender
Dienstag, April 28, 2026
Kein Ergebnis
Zeig alle Ergebnisse
Herzogtum direkt
  • Titel
  • Herzogtum Lauenburg
    • Mölln
    • Ratzeburg
    • Amt Berkenthin
    • Amt Lauenburgische Seen
    • Amt Breitenfelde
    • Amt Sandesneben-Nusse
    • Büchen
    • Schwarzenbek
    • Lauenburg
    • Geesthacht
  • Jugend direkt
  • Gesundheit
  • Land & Leute
    • Op Platt
    • Tiere
    • Umwelt & Natur
  • Sport
  • Kultur
    • Veranstaltungskalender
  • Wirtschaft
    • Aus der Region
  • Titel
  • Herzogtum Lauenburg
    • Mölln
    • Ratzeburg
    • Amt Berkenthin
    • Amt Lauenburgische Seen
    • Amt Breitenfelde
    • Amt Sandesneben-Nusse
    • Büchen
    • Schwarzenbek
    • Lauenburg
    • Geesthacht
  • Jugend direkt
  • Gesundheit
  • Land & Leute
    • Op Platt
    • Tiere
    • Umwelt & Natur
  • Sport
  • Kultur
    • Veranstaltungskalender
  • Wirtschaft
    • Aus der Region
Kein Ergebnis
Zeig alle Ergebnisse
Herzogtum direkt
Kein Ergebnis
Zeig alle Ergebnisse
Titel Flüchtlingshilfe

Sorge um Migrationsberatung im Herzogtum

Petition soll Politikpläne stoppen

von Pressemitteilung
Oktober 25, 2023
Sorge um Migrationsberatung im Herzogtum

Dr. Ulf Kassebaum Foto: KKLL/Bastian Modrow, hfr

320
VIEWS

Ratzeburg (pm). Mehr als 800 Familien, Paare und Einzelpersonen mit Migrationsgeschichte suchen pro Jahr Hilfe beim Diakonischen Werk in Ratzeburg. Beratung, Unterstützung bei der Integration, Demokratieförderung – mehr als 2000 Gespräche hat es allein 2022 in der Region gegeben. Doch damit könnte bald Schluss sein, sagt Ulf Kassebaum, Leiter des Diakonischen Werks in Ratzeburg. Auslöser sind angedrohte Kürzungen staatlicher Integrationsleistungen. Propst Philip Graffam bezeichnet das Vorhaben als menschliche Katastrophe und warnt vor gesellschaftlichen Konsequenzen.

„Wir sehen mit großer Sorge und Unverständnis, dass es auf bundespolitischer Ebene Überlegungen gibt, Angebote zur Integration von Menschen, die schlimme Erfahrungen von Flucht und Vertreibung hinter sich haben, zu kürzen“, kritisiert Ulf Kassebaum. Bundesweit schlagen Interessens- und Betroffenenverbände Alarm. Mit einer Petition wollen die Freien Wohlfahrtsverbände in Schleswig-Holstein den drohenden Kahlschlag in der Migrationsberatung verhindern. Auslöser: Der Bund will bei der Migrationsberatung sparen. Laut Haushaltsentwurf der Berliner Ampelkoalition sollen 30 Prozent der bisherigen Förderungen gestrichen werden. Für psychosoziale Angebote für Geflüchtete ist eine Reduzierung öffentlicher Mittel um 60 Prozent in der Diskussion. Auf Schlag würden 57,5 Millionen Euro wegfallen. Die Konsequenzen wären verheerend, warnen Experten. Im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg und beim Diakonischen Werk im Herzogtum Lauenburg drohen angesichts möglicher Finanzlöcher harte Einschnitte bei den Hilfsangeboten für Migranten.

Für Ulf Kassebaum, Geschäftsführer des Diakonischen Werks, wäre das inakzeptabel: „Für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt und für die gemeinsame Lösung der großen Probleme, vor denen wir als Gemeinschaft stehen, benötigen wir diese Angebote. Sie helfen Menschen, unsere Sprache, unsere Kultur, unsere Bürokratie – unser Leben in Deutschland zu verstehen.“ Durch die Arbeit der Migrationsberatung würden Geflüchtete in der Mitte der Gesellschaft ankommen. „Diese Arbeit hilft dabei, Parallelgesellschaften zu vermeiden. Sie hilft, Akzeptanz und Verständnis für Unterschiedlichkeit zu fördern. Sie hilft, unser wertvolles demokratisches Miteinander zu verstehen und zu erhalten“, mahnt Kassebaum.

Vor allem bei staatlichen Unterstützungsangeboten, Sprachkursen, sozialen Angeboten, der Integration in den Arbeitsmarkt oder bei medizinischen Themen leiste die Migrationsberatung existenziell wichtige Unterstützung. „Oft sind es bürokratische und sprachliche Hürden, die die Beraterinnen und Berater zu überwinden helfen. Das Angebot ist als Hilfe zur Selbsthilfe konzipiert – das heißt, die Ratsuchenden lernen durch die Beratungsgespräche in zukünftigen Situationen selbst kompetent zu handeln und geben ihr Wissen oft sogar weiter“, erläutert Kassebaum.

Seine Sorge gilt aber auch der Zukunft der sogenannten Respect Coaches, die im Bereich der Demokratieförderung wichtige Inhalte vermitteln, wie Respekt lernen, Vorurteile abbauen, Strategien gegen Rassismus, Intoleranz und Ausgrenzung entwickeln. „Dieses Angebot, aus Bundesmitteln finanziert, soll komplett gestrichen werden. Hier haben wir jährlich etliche Schulklassen mit vielen hundert Schülern erreicht“, sagt der Diakonie-Chef.

Schlimmstenfalls müssten Angebote gestrichen werden und Fachkräfte, die in diesen Bereichen tätig sind, entlassen werden. Kassebaum spricht von einem „völlig verfehlten Sparvorhaben“ des Bundes. Mehr noch. Er mahnt: „Langfristig entstehen durch dieses Vorhaben im Bereich der Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, die hier bei uns angekommen sind und bleiben werden, Probleme, deren Lösung uns recht wahrscheinlich noch teurer werden wird.“

Vor den Konsequenzen warnt auch Philip Graffam, Propst im Herzogtum Lauenburg. Er mahnt: „Ziel von Integration ist es, den Zusammenhalt in der ganzen Gesellschaft zu stärken. Von einer möglichst schnellen und nachhaltigen Integration profitieren nicht nur die Menschen, die zu uns kommen, sondern wir alle. Integration betrifft dabei Alteingesessene ebenso wie Zugewanderte, besonders im Blick auf die fehlenden Fachkräfte.“ Das gesellschaftliche Zusammenleben solle von Respekt, gegenseitigem Vertrauen, von Zusammengehörigkeitsgefühl und gemeinsamer Verantwortung geprägt sein. „Die Integration von Zugewanderten muss Chancengleichheit und die tatsächliche Teilhabe in allen Bereichen ermöglichen, insbesondere am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben“, appelliert Philip Graffam.

Philip Graffam ist Propst im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg. Foto: KKLL, hfr

Große Hoffnungen setzten der Propst und der Geschäftsführer des Diakonischen Werks im Herzogtum Lauenburg auf einen Erfolg der Petition, die die Freien Wohlfahrtsverbände in Schleswig-Holstein initiiert haben. „Wir appellieren, sich an der Aktion zu beteiligen, um den Bund von seinem Vorhaben abzubringen“, sagt Ulf Kassebaum. Und die Zeit drängt: Bereits am 16. November 2023 will der Bundestag über die geplanten Kürzungen abstimmen. Zur Petition gelangt man über den Link (HIER).

Tags: Diakonisches Werk Herzogtum LauenburgKirchenkreis Lübeck-LauenburgMigrationspolitikRatzeburgRespect Coaches

Pressemitteilung

Bei Pressemitteilungen handelt es sich nicht um eine neutrale beziehungsweise kritische Berichterstattung im klassischen journalistischen Sinne. Es sind in der Regel Texte von Parteien, Organisationen, Institutionen und Unternehmen und schildern oft nur eine Sicht der Dinge. Die Redaktion von Herzogtum direkt prüft Pressemitteilungen vor Veröffentlichung stets nach bestem Wissen und Gewissen. So werden unter anderem Superlative und nicht belegbare Behauptungen aus den Texten entfernt.

RelatedPosts

Lübeck verabschiedet Pröpstin Kallies in den Ruhestand

Lübeck verabschiedet Pröpstin Kallies in den Ruhestand

von Pressemitteilung
April 26, 2026
0
84

Lübeck (pm). Petra Kallies ist in St. Petri zu Lübeck als Pröpstin der Hansestadt von ihren Aufgaben entpflichtet worden. 350...

Schleswig-Holstein verlängert Abschiebestopp in den Iran 

Schleswig-Holstein verlängert Abschiebestopp in den Iran 

von Pressemitteilung
April 16, 2026
0
33

Kiel (pm). Schleswig-Holstein setzt Abschiebungen in den Iran für weitere drei Monate aus. Integrations- und Gleichstellungsministerin Aminata Touré hat den...

‚Das Evangelium macht uns Mut‘ – Petra Kallies zu Gast im Podcast

‚Das Evangelium macht uns Mut‘ – Petra Kallies zu Gast im Podcast

von Pressemitteilung
April 15, 2026
0
42

Lübeck (pm). Nach 18 Jahren als Pröpstin im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg verabschiedet sich Petra Kallies am 19. April 2026 in St....

Verkehrsunfall mit drei Verletzten

Mehrere Verstöße bei Verkehrskontrolle aufgedeckt

von Pressemitteilung
April 11, 2026
0
128

Ratzeburg (pm). Donnerstagabend (09.04.2026), gegen 23.45 Uhr bewies eine Streifenwagenbesatzung der Polizeistation Mölln den sprichwörtlichen "richtigen Riecher". Ein Ford Fiesta wurde auf...

Nächster Artikel
‚Singen und Saufen für die Orgel‘

Orgelkonzert in Mölln

Herzogtum direkt

© 2025 Herzogtum direkt - DIE Onlinezeitung für Herzogtum Lauenburg

*

  • Werbung
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • RSS Feed

Folgen Sie uns

Kein Ergebnis
Zeig alle Ergebnisse
  • Titel
  • Herzogtum Lauenburg
    • Mölln
    • Ratzeburg
    • Amt Berkenthin
    • Amt Breitenfelde
    • Amt Lauenburgische Seen
    • Amt Sandesneben-Nusse
    • Büchen
    • Schwarzenbek
    • Lauenburg
    • Geesthacht
  • Gesundheit
  • Jugend direkt
  • Kultur
    • Veranstaltungskalender
  • Land & Leute
    • Op Platt
    • Tiere
    • Umwelt & Natur
  • Sport
  • Wirtschaft
    • Aus der Region
    • Immobilien
    • WFL Newsletter

© 2025 Herzogtum direkt - DIE Onlinezeitung für Herzogtum Lauenburg