Norddeutsches Freiluftkino mit ‚Nomadland‘ und ‚Catweazle‘

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Roadmovie und Drama um eine Frau, die durch den Westen der USA von Job zu Job reist und in ihrem Auto lebt. Foto: Searchlite Pictures
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Mölln (pm). Das Norddeutsche Freiluftkino startet in seine zwanzigste Saison. Los geht’s mit dem Oscar-Gewinner „Nomadland“, der den Kinosommer am 9. Juli eröffnet. Am 10. Juli folgt die Komödie „Catweazle“ mit Otto Waalkes und Julius Weckauf („Der Junge muss an die frische Luft“). Beide Filme werden im Hof des Stadthauptmannshofs in Mölln gezeigt (Hauptstr. 150 in 23879 Mölln).

Speisen und Getränke kommen an beiden Abenden vom Kiwanis Club, die damit Geld für einen guten Zweck sammeln möchten. Eine eigene Sitzgelegenheit ist selbst mitzubringen. Eine Testpflicht besteht nicht, jedoch müssen Kontaktdaten von allen Besuchern erfasst werden (vorzugsweise mit der Luca-App). Da alles im Freien stattfindet und Abstände gewahrt werden können, ist eine Mund-Nasen-Maske auf dem eigenen Sitzplatz nicht erforderlich.

Los geht es jeweils um 21.30 Uhr. Einlass und Abendkasse ist jeweils zwei Stunden vor Filmbeginn. Weitere Infos und Ticket unter http://norddeutsches-freiluftkino.de/

„Nomadland“
Fern (Frances McDormand) hat vor einiger Zeit ihren Mann verloren, aber dennoch ist sie in dem gemeinsamen Haus in Empire, Nevada wohnen geblieben. Nun allerdings hat die United States Gypsum Corporation, ein Baustoffhersteller und der einzige große Arbeitgeber der Kleinstadt, dichtgemacht und es gibt keine Jobs mehr. Nicht einmal eine Postleitzahl hat Empire mehr, weswegen Fern in ihrem kleinen Transporter lebt, durch die Vereinigten Staaten fährt und sich von Job zu Job treiben lässt. Sie besteht allerdings darauf, dass sie nicht obdachlos, sondern einfach nur hauslos ist. Fern könnte aufgrund ihrer Qualifikationen jederzeit wieder ein normales Leben führen, doch sie bevorzugt das Leben auf der Straße mit seiner Freiheit, den anderen Menschen und den vielen Bekanntschaften, die man irgendwann wiedertrifft. So arbeitet sie etwa in einem Versandlager, bei der Ernte oder in einer Wohnwagensiedlung…

„Catweazle“

Neuadaption der britischen Komödienserie von 1970 um einen Hexenmeister, den es in die Welt von heute verschlägt. Foto: Tom Trambow I Tobis Film

Es ist das Jahr 1020 als der Hexenmeister Catweazle (Otto Waalkes) vor den barbarischen Normannen fliehen muss. Mit dem Zauberspruch „Salmei, Dalmei, Adomei!“ will er sich auf und davon machen, doch das geht gehörig schief: Catweazle landet mitten im Deutschland der Gegenwart! Er trifft auf den 11-jährigen Förstersohn Benny (Julius Weckauf), der Mitleid mit dem komischen Mann hat und ihn bei seinen Eltern versteckt. Die moderne Welt hält für den Zauberer und seine Kröte Kühlwalda einige Überraschungen bereit, von der Glühbirne über Toiletten bis hin zu Ampeln und Autos. Die Erfindungen der Moderne schockieren ihn, üben aber auch eine merkwürdige Faszination auf ihn aus, sodass er sich immer mehr mit der Gegenwart auseinandersetzt. Das ungleiche Duo macht sich auf die Suche nach Catweazles Druidenstab, denn nur mit dem hat der kauzige Druide die Chance, wieder in seine Zeit zurückzukehren.