Das Konzept der Stecknitz-Schule kommt an

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(v.li.) Stefan Rieckhof (Vors. Hauptausschuss Schulverband Stecknitz), Friedrich Thorn (Verbandsvorsteher Schulverband Stecknitz), Matthias Heffter (Schulleiter) und Eckhard Graf (Bürgermeister Groß Grönau). Foto: Stecknitz-Schule
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Berkenthin/Krummesse (pm). Seit einigen Jahren geht es mit der Schülerzahl an der Stecknitz-Schule bergauf. Dabei wächst insbesondere der Gemeinschaftsschulteil stark. Dies zeichnet sich nun auch im fünften Jahrgang ab. Zum ersten Mal seit 2011 startet die Stecknitz-Schule wieder mit vier fünfte Klassen.

Auf der Schulverbandsversammlung vom 10. Juni 2021 erläutert Schulleiter Matthias Heffter die Entwicklung. Die Ursachen sieht er im pädagogischen Konzept, den fortwährenden Investitionen in Gebäude und Schulhöfe, der Zusammenarbeit von allen an der Schule beteiligten Personen und der familiären Atmosphäre. Auch der Mut des Schulträgers sehr frühzeitig in die Digitalisierung zu investieren, zahlt sich aus. „Bei uns ist es kein Ausprobieren mehr, wir haben inzwischen viele Jahre Erfahrung auf dem Gebiet“.

Der Schulverband an der Stecknitz unterstützt die positive Entwicklung weiterhin und beschloss, einen Ausbau am Standort Krummesse zu prüfen, weiterhin das Ziel eine Oberstufe zu verfolgen, zwei neue Klettergerüste anzuschaffen und das Lehrschwimmbecken zu sanieren.

Auch die neu eingerichtete Busverbindung nach Groß Sarau wird durch eine Kostenübernahme des Schulverbandes an der Stecknitz und der Gemeinde Groß Grönau so verlängert, dass Schüler aus Groß Grönau nun direkt zur Stecknitz-Schule fahren können. Bereits dieses Jahr zeigt sich, dass das Interesse groß ist. Sowohl die Gemeinde Groß Grönau als auch der Schulverband an der Stecknitz werden sich die vom Kreis aufgerufenen Mehrkosten für die kurze Strecke von Groß Sarau nach Groß Grönau finanziell zum großen Teil mittragen. Groß Grönaus Bürgermeister Eckhard Graf: „Für unsere Schüler, die ein qualifiziertes Gemeinschaftsschulangebot nutzen möchten, steht mit der Gemeinschaftsschule Stecknitz ein leistungsstarker Schulstandort im Norden des Kreises Herzogtum Lauenburg zur Verfügung. Der Elternschaft unserer Gemeinde ist es wichtig, ein ergänzendes Angebot zu den in der Hansestadt Lübeck bestehenden Bildungseinrichtungen nutzen zu können. Damit diese Bildungspartnerschaft nicht daran scheitert, dass der Kreis Herzogtum Lauenburg – wie sonst üblich – die vollständige Übernahme der Schülerbeförderungskosten zur nächstgelegenen Gemeinschaftsschule im Kreisgebiet verweigert, hat die Gemeindevertretung der Gemeinde Groß Grönau am 15.06.2021 beschlossen, die Mehrkosten für den Kreis Herzogtum Lauenburg zu übernehmen.“

„Durch die ,Corona-Zeit‘ sind wir den Umständen entsprechend gut gekommen. Wir legen großen Wert auf einen familiären, individuellen und persönlichen Umgang. Wir versuchen die Eltern – Eltern sein zu lassen und mit ihnen gemeinsam die Kinder zu stärken“, so Schulleiter Matthias Heffter, „Es war schön zu sehen, dass Eltern, Schulverband und Lehrkräfte besonders eng zusammengearbeitet haben und dass wir so unsere Schüler gut durch die Pandemie begleiten konnten. Die Voraussetzungen an unsere Schule mit der fortgeschrittenen Digitalisierung und den Räumen mit modernen Lüftungsanlagen waren auch ideal.“

Schulverbandsvorsteher Friedrich Thorn wird den Auftrag des Schulverbandes vom 10. Juni 21 zur Prüfung eines erneuten Antrags einer Oberstufe alsbald angehen. „Wir werden unsere Klage gegen das Bildungsministerium wegen der erneute Ablehnung unserer Oberstufe aufrecht erhalten. Aber wir werden auch einen erneuten Antrag prüfen und auch die Hansestadt Lübeck um Unterstützung bitten,“ so Thorn.