Turowski: Die Bürgerinnen und Bürger werden entmündigt

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Der lauenburgische FDP-Kandidat für das Direktwahlmandat zur Bundestagswahl 2021, Martin Turowski. Foto: hfr

Herzogtum Lauenburg (pm). FDP-Bundestagskandidat Martin Turowski erklärt die gestrige Entscheidung, alle sicheren Orte, wie Gastronomie, Theater, Kinos, Veranstaltungs- und Kulturbereiche zu schließen sei nicht nachvollziehbar und hinderlich in der Pandemiebekämpfung. „Sie alle haben viel in sehr gut ausgearbeitete Hygienekonzepte investiert. Ihre Veranstaltungshäuser gelten nach Experteneinschätzung als sichere Orte – doch nun werden sie von heute auf morgen ausgeschaltet“, so der 47-Jährige.

Turowski weiter: „Es kann nicht sein, dass wir mündige Bürgerinnen und Bürger wie kleine Kinder behandelt werden. ‚Einer hat in der Pause auf dem Schulhof geraucht und alle werden nun bestraft‘, genauso empfinde ich die gestrige Entscheidung.

Es war allen im Sommer klar, dass die Anzahl der Infizierten zum Herbst hin steigen wird. Doch dieser Entscheidung fehlt jegliche wissenschaftliche Grundlage. Das Virus wird uns noch Monate, wenn nicht sogar Jahre begleiten. Sollen wir jedes Jahr unser Land im Herbst und Winter abschließen und nur zum Sommer öffnen? Die jetzigen Maßnahmen entbehren jeglicher Vernunft und sorgen dafür, dass unsere Kinder einen riesigen Berg Schulden abarbeiten dürfen. Schon jetzt hat sich eine Verschuldung aufgebaut, die über den Kosten der Wiedervereinigung liegt. Das ist höchst fragwürdig und nicht hinnehmbar. Und den Soli haben wir 30 Jahre später noch immer. Es muss verhindert werden, dass die Wirtschaft in Deutschland so stark geschwächt wird, dass eine Erholung womöglich nicht mehr möglich ist.

Vor allem ist die gestrige Entscheidung ein Affront gegen die Demokratie, denn nicht der Bundestag mit seinen aus dem Volk gewählten Vertretern hat hier entschieden. Das ist rechtlich bei dieser Tragweite höchst fragwürdig und nicht hinnehmbar. Ich gehe davon aus, dass viele Gerichte einzelne Maßnahmen kippen werden, weil die Verhältnismäßigkeit und das Augenmaß nicht stimmen. Profifußball mit direktem Körperkontakt von mindestens 22 Personen und Gottesdienste in Kirchen sind erlaubt, während die Kinderfußballmanschaften selbst ohne Körperkontakt nicht trainieren werden dürfen und gut belüftete Theater geschlossen bleiben.

Die jetzigen Maßnahmen sind keineswegs hilfreich, sondern eher schädlich. Insbesondere die Jugend wird nun in engen Räumen zusammen sein und sich gegenseitig anstecken, weil die sicheren Orte geschlossen sind.“

Martin Turowski ist selbst Unternehmer und Kulturschaffender. Zudem wurde er kürzlich als FDP-Direktkandiat für die Bundestagswahl 2021 für den Wahlkreis Herzogtum Lauenburg / Stormarn Süd gewählt.