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Titel Herzogtum Lauenburg

Die Sanierung des Möllner Bahnhofsgebäudes – eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes

von Pressemitteilung
Oktober 7, 2020
Die Sanierung des Möllner Bahnhofsgebäudes – eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes

Der Bahnhof in Mölln während der Sanierungsarbeiten an der 20 Firmen beteiligt waren. Foto: hfr

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Mölln (pm). Was hat die Sanierung eines Bahnhofsgebäudes mit Naturschutz zu tun? Die Antwort auf diese Frage liegt zunächst nicht unbedingt auf der Hand. Jedoch hat der Vereinigte Stadtwerke Verbund als Bauherr für die Sanierung des Möllner Bahnhofes bewiesen, dass auch bei innerstädtischen Projekten ein Blick auf die Natur wichtig ist. In Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Naturschutz des Kreises Herzogtum Lauenburg sowie der Denkmalschutzbehörde konnte ein Konzept umgesetzt werden, welches sowohl den Bedürfnissen der im alten Bahnhofsgebäude lebenden Vögel und Fledermäuse als auch der Betreiber gerecht wird.

Laut Bundesnaturschutzgesetz sind alle im Bahnhofsgebäude lebenden Vogel- und Fledermausarten besonders geschützt. Vor allem Mauersegler haben hier ihr Quartier. Weder die Tiere selbst, noch ihre Lebensstätten durften durch die Sanierungsmaßnahmen beeinträchtigt werden.

Aus Sicht eines Mauerseglers sind unsere Städte Felsenlandschaften mit geeigneten Strukturen zum Brüten und zur Aufzucht des Nachwuchses. Besonders historische Gebäude weisen eine Vielzahl von Nischen und Spalten als Quartierangebot auf, die bei modernen, meist wärmeisolierten Häusern fehlen. Haussperlinge und Mehlschwalben benötigen für ihre Brut ähnliche Bedingungen. Anders als bei natürlichen Felsen, die sich im Laufe eines Vogellebens kaum verändern, kann es bei Gebäuden durch Bau- und Sanierungsarbeiten zu plötzlichen und erheblichen Veränderungen kommen, die den Vögeln den Zugang zu ihren angestammten Brutplätzen verwehren.

So hätten auch die Sanierungsarbeiten am Möllner Bahnhofsgebäude im Frühjahr dazu geführt, dass Baugerüste vor den Fassaden, Netze zur Absicherung der Baustelle und die Ausbesserung von Fehlstellen im Mauerwerk das Anfliegen der angestammten Nistplätze verhindert hätten.

Zur Sicherung der Brutmöglichkeiten während und nach der Sanierung haben die Bauherren daher in Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Naturschutz durch ein Möllner Biologenbüro die ursprünglichen Nistplätze erfassen und begutachten lassen. Die Sanierungsarbeiten wurden daraufhin so koordiniert, dass für bereits begonnene Bruten der Haussperlinge ein guter Fortgang gesichert und für die rückkehrenden Zugvögel ausreichend geeignete Ersatzquartiere am Bahnhofsgebäude angebracht werden konnten. Anordnung und Farbe der Nistkästen wurden darüber hinaus auch mit dem Denkmalschutz abgestimmt.

Ersatzquartiere für Mauersegler am Bahnhofsgebäude. Foto: hfr

Das Ergebnis ist ein denkmalgerecht saniertes Gebäude, in dem alle Bewohner ihren Platz finden und auch zukünftige Generationen von Mauerseglern ihren Nachwuchs heranziehen können. Das Erhalten von Lebensstätten von Vögeln und Fledermäusen in unseren Städten und Gemeinden ist für die Artenvielfalt in unserem Kreis von großer Bedeutung. Der Fachdienst Naturschutz berät bei Fragen zu geplanten Sanierungsprojekten, wie das geplante Vorhaben mit den Bedürfnissen der tierischen Hausbewohner in Einklang gebracht werden kann. Auch Verstöße gegen das Bundesnaturschutzgesetz und damit verbundene Ordnungswidrigkeiten können so im Vorfeld vermieden werden.

Bei Fragen stehen die Mitarbeiter des Fachdienstes Naturschutz unter der Telefonnummer 04541 888-477 oder Email naturschutz@kreis-rz.de gerne zur Verfügung. Weitere Informationen sind unter https://www.kreis-rz.de/Naturschutz

abrufbar.
Tags: MöllnMöllner Bahnhof

Pressemitteilung

Bei Pressemitteilungen handelt es sich nicht um eine neutrale beziehungsweise kritische Berichterstattung im klassischen journalistischen Sinne. Es sind in der Regel Texte von Parteien, Organisationen, Institutionen und Unternehmen und schildern oft nur eine Sicht der Dinge. Die Redaktion von Herzogtum direkt prüft Pressemitteilungen vor Veröffentlichung stets nach bestem Wissen und Gewissen. So werden unter anderem Superlative und nicht belegbare Behauptungen aus den Texten entfernt.

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