C-Jugend des TSV Berkenthin zurück auf dem Trainingsplatz

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Thore Koop, Jacob Overbeck, Trainer Timo Kramer, Julius Giering und Bjarne Richter (von links) freuen sich, das wieder trainiert werden darf. Foto: Volker Giering
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Berkenthin (pm). Als eine der ersten Mannschaften im Kreis Herzogtum Lauenburg hat die C-Jugend des TSV Berkenthin das Training wieder aufgenommen. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit und unter besonderen Schutzvorkehrungen wurde in Kleingruppen trainiert.

Timo Kramer erschien mit einem breiten Lächeln zum ersten Mannschaftstraining. Schließlich war er seit neun Wochen nicht mehr auf der Sportanlage an der Bahnhofstraße. Der Trainer hatte deshalb so gute Laune, weil er endlich mal wieder über das Thema Auskunft geben konnte, was ihn am meisten bewegt: den Fußball. Es war der erste Tag nach dem durch die Coronakrise bedingten Traingsstopp, an dem die Berkenthiner Nachwuchstalente abseits von alternativen Beschäftigungen in den heimischen vier Wänden wieder ihrem eigentlichen Hobby nachgehen können. „Natürlich machen wir das unter Berücksichtgung aller behördlichen Auflagen und sämtlichen Schutzmaßnahmen“, sagte Kramer. „Aber das ist ein erster kleiner Schritt zurück in die Normalität. Ich habe mich gefreut, mal wieder hier zu sein“, betonte der 42-Jährige. „Auch den Jungs hat man angesehen, dass sie Bock haben und wieder heiß sind.“ Das letzte Punktspiel haben die Berkenthiner am 8. März bestritten.

Die C-Junioren trainieren vorerst in fünf Fünfer-Gruppen an verschiedenen Tagen. Die Übungen auf dem Rasen am für die Öffentlichkeit geschlossenen TSV-Sportgelänge finden allerdings ohne Körperkontakt statt. „Nach jedem Training werden die Hände desinfiziert und die Spieler duschen zu Hause“, sagte Kramer. In der ersten Einheit standen Koordination und Technik auf dem Programm. „Es ist schon schwierig und aufwendig, Übungen aufzuarbeiten und die Vorgaben einzuhalten.“

Dem TSV Berkenthin ist die Nachwuchsarbeit sehr wichtig. Deshalb freute sich auch Rolf Aßmann über die Aufnahme des Trainingsbetriebes. „Ich habe großen Respekt vor unseren Trainerinnen und Trainern, die unter erschwerten Bedingungen den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen haben“, sagte der Vereinschef und verweist gleichzeitig auf das diesbezüglich von den Eltern entgegengebrachte Vertrauen. Der Verein hat in Abstimmung mit dem Trainerteam eine Anweisung erarbeitet, die einerseits die Vorgaben der Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus beinhaltet, andererseits sich genau an den sogenannten DOSB-Leitplanken orientiert. Zur Ergänzung wurden außerdem die Hinweise des DFB mit aufgenommen. „Die Einhaltung der Abstandsregeln, kontaktfreie Übungen und die Umsetzung eines Hygienekonzepts bilden die Säulen der vierseitigen Trainingsanweisung, die für Jugendfußballabteilung gelten“, führt Aßmann weiter aus.

60 Minuten dauerte die erste Trainingseinheit. Der Spaß war den C-Junioren deutlich anzusehen. „Auch wenn wir vorerst in Kleingruppen trainieren, war es schön, zumindest einen Teil der Jungs wiederzusehen. Ich habe mich tierisch auf das Training gefreut, auch wenn Zweikämpfe erstmal nicht erlaubt sind“, sagte Julius Giering. Und Vizekapitän Thore Koop meinte: „Es war schön, mal wieder zu schwitzen und die Jungs wiederzusehen. Trotzdem ist es komisch, mit Abstand und ohne Duschen zu trainieren.“ Der Anfang ist gemacht. Auch die anderen Jugendmannschaften des TSV Berkenthin wollen sukzessive in den Trainingsbetrieb zurückkehren.