Kostenreduzierung: Den Energieverbrauch im Haus in kalten Jahreszeiten ganz einfach drosseln

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In vielen Lebensbereichen wird dem Thema Nachhaltigkeit inzwischen eine große Bedeutung zugesprochen. Das gilt nicht nur in der Lebensmittel- oder Automobilbranche, sondern auch bei Immobilien. Die Reduzierung des Energieverbrauchs spielt dabei für die meisten Eigentümer oft eine entscheidende Bedeutung. Aber warum sind Umweltschutz und Kostenreduzierungen überhaupt so interessant für viele Menschen und welche Faktoren beeinflussen grundsätzlich den eigenen Energieverbrauch?

Warum wird das Thema Kostenreduzierung und Umweltschutz für viele Hausbesitzer immer wichtiger?

Spätestens seit den Freitags-Demos in einige Städten sprechen sich immer mehr Deutsche für einen aktiven Umwelt- und Klimaschutz aus. Diese Tatsache beginnt bereits im kleinen Rahmen beim wöchentlichen Einkauf der Lebensmittel und endet beim ökologischen Hausbau. Da die politischen Vorgaben sich derzeit ebenso wie die gesellschaftlichen Erwartungen auf einem hohen Niveau befinden, ist der Schutz der Umwelt leider keine leichte Herausforderung. Zudem wird das Thema auch beim Wettbewerb der Baufirmen und Architekturbüros eine immer wichtigere Rolle. Immer mehr Eigenheimbesitzer sprechen sich für ökologische Bauweisen aus und legen hohen Wert auf die Gesundheit der eigenen Familie. Schadstoffarme Materialien und natürliche Baustoffe sind dementsprechend gefragt. Gleichzeitig kommt es vielen Bauherren aber auch auf eine Reduzierung des Energiebedarfs an, denn so ist man aktiv am Klimaschutz beteiligt und schont darüber hinaus auch noch die eigene Geldbörse. Es geht beim Hausbau u.a. um gut isolierte Türen und Fenster, um eine ökologische Bauweise sowie um eine effektive Wärmedämmung. Kurz: Ressourcen sollen geschont und Energie soll gespart werden.

Welche Faktoren haben den größten Einfluss auf einen zu hohen Energieverbrauch?

Es gibt zahlreiche Faktoren, die den Energieverbrauch beeinflussen. So führt beispielsweise eine schlechte Wärmedämmung des Gebäudes dazu, dass viel Wärme durch die Wände entweichen kann. Dabei macht die Raumwärme mehr als 70 Prozent des gesamten Energiebedarfs aus. Auch die Isolierung der Fenster und Türen ist in diesem Zusammenhang wichtig. Im Laufe der Zeit können die Dichtungen durch die UV-Strahlen sowie durch die Witterung funktionell stark beeinträchtigt werden und damit ihre Isolationsfähigkeit verlieren. In solchen Fällen ist ein Austausch der alten Dichtungen nötig, um zu verhindern, dass die Wärme aus dem Raum entweicht oder Zugluft von außen eindringt. Natürlich macht auch der Strom einen großen Teil des Energieverbrauchs aus. So machen Geräte wie der TV und Computer, die Wasch- und Spülmaschine oder sonstige Geräte mehr als 15 Prozent des gesamten Energiebedarfs in einem Haushalt aus. Nicht zuletzt ist die Warmwasseraufbereitung mit knapp 14 Prozent eine große Verbrauchsstelle für den Bedarf an Energie.

Welche Möglichkeiten gibt es für Hausbesitzer, um den Energieverbrauch und damit die Kosten zu reduzieren?

Der erste Schritt, den Immobilienbesitzer unternehmen können, um nachhaltig den Energieverbrauch zu senken, ist die Beschaffenheit des Gebäudes zu überprüfen, denn diese hat enorm großen Einfluss auf den Energieverbrauch. Wer kurz davor steht, ein Eigenheim zu bauen, sollte sich unbedingt über energieeffiziente Bauweisen informieren. Aber auch wer bereits in den eigenen vier Wänden wohnt, kann durch vielfältige Modernisierungsmaßnahmen den Verbrauch und damit die Kosten senken. In jedem Fall lohnt sich die Wärmedämmung durch Fenster und Außenwände mit modernen Bauelementen oder natürlichen Rohstoffen (Stroh, Zellulose, etc.). Diese Materialien gleichen nicht nur Luftfeuchtigkeits- und Temperaturschwankungen hervorragend aus, sondern beugen auch einem Schimmelbefall vor. Darüber hinaus spielen die Beleuchtung und die Kühlgeräte eine große Rolle. So kann die Außenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern und LED-Lampen ausgestattet werden, um den Verbrauch an Energie zu drosseln. Zudem sollten Kühlgeräte an einem kühlen Ort platziert werden und ältere Modelle gegen moderne, energiesparende Geräte ausgetauscht werden.

Welche Fallstricke gilt es dabei zu berücksichtigen?

Im Winter sollten die Räume und Wände eines Gebäudes niemals vollständig auskühlen, denn dies kann dazu führen, dass die Wasserleitungen zufrieren. Damit die Leitungen ausreichend geschützt werden können, sollte der Wohnraum stets minimal geheizt werden. Dabei sollten unbewohnte Räume mindestens 15 Grad Celsius aufweisen, während in bewohnten Zimmern eine Temperatur von 17 Grad Celsius vorherrschen sollte. Wird der Heizkörper immer wieder ab- und angeschaltet, wird deutlich mehr Energie verbraucht als bei konstanten Raumtemperaturen. Selbst bei längerer Abwesenheit sollte die Heizung deshalb nie ganz ausgeschaltet werden. Aber auch das falsche Lüften kann zu einer erheblichen Erhöhung des Energieverbrauchs führen. Es ist wichtig zu wissen, dass das Kippen der Fenster nicht für einen breiten Luftaustausch sorgt, sondern nur die Möbel und den Fußboden auskühlt. Hierdurch geht viel Energie verloren. Deutlich effektiver ist es, mehrmals täglich für einige Minuten die Fenster weit offen stehenzulassen. Ist an der Außenseite der sich bildende Feuchtigkeitsbeschlag verschwunden, kann das Fenster wieder geschlossen werden.

Schlussworte…

Wer Energie spart, schont nicht nur die eigene Geldbörse, sondern tut auch der Umwelt etwas Gutes. Wer sich für eine energieeffiziente Bauweise entscheidet, profitiert darüber hinaus noch von vielen attraktiven Förderprogrammen und staatlichen Zuschüssen.