Linke: ‚Nein‘ zur Zwangsmitgliedschaft in der Pflegeberufekammer

459
Dieser Artikel wird Ihnen präsentiert von

Schwarzenbek (pm). Am Freitag, 6. März, treffen sich die Mitglieder des Kreisverbandes der Partei DIE LINKE Herzogtum Lauenburg zu ihrer Jahreshauptversammlung.

Neben der Wahl eines neuen Kreisvorstandes und der Delegierten für den Landesrat sowie für die Landesparteitage steht das Thema Pflegeberufekammer im Mittelpunkt der Veranstaltung. Hierzu ist der Landessprecher der Partei Hanno Knierim eingeladen und wird über den Widerstand der Beschäftigten gegen die von der Landesregierung verordnete Zwangsmitgliedschaft berichten und Lösungsansätze aufzeigen.

Knierim: „Seit über eineinhalb Jahren gibt es in Schleswig-Holstein eine Pflegeberufekammer. Für die Beschäftigten in den Krankenhäusern und in der Altenpflege hat das bisher noch zu keinen spürbaren Verbesserungen geführt. Im Gegenteil: Insbesondere die Zwangsmitgliedschaft und die damit verbundenen Mitgliedsbeiträge von etwa 100-240 EURO im Jahr stoßen bei vielen Beschäftigten auf harsche Kritik.“ Nach Ansicht der Linkspartei ist es unbestritten, dass die Pflegenden Unterstützung benötigen. Hier darauf zu bauen, dass die ohnehin bereits durch den Pflegekollaps Gebeutelten, nun auch noch mit ihren Pflichtbeiträgen die Missstände verwalten sollen, unter denen sie selbst leiden, die sie aber nicht zu vertreten haben, sei schäbig und absurd. Knierim: „Die Bewältigung der Pflegekrise ist Aufgabe der Politik. Es ist auch deren Aufgabe alle Beteiligten der Pflege an den Tisch zu holen und in Absprache Lösungen zu erarbeiten und umzusetzen. Hier gehört ein besonderes Augenmerk auf die Privatisierung der Pflege, da dort erfahrungsgemäß zuerst beim Personal gespart wird.“

Die Veranstaltung findet im ‚Kleinen Restaurant‘ der Seniorenresidenz St. Franziskus, Berliner Straße 4-6 in Schwarzenbek statt und beginnt um 18.30 Uhr. Interessierte Gäste sind herzlich willkommen.

Vorheriger Artikel50 Jahre AWK in Kastorf
Nächster Artikel‚Sauberes Elbufer‘ – Grüne und Altstadtbewohner sammeln Müll
Bei Pressemitteilungen handelt es sich nicht um eine neutrale beziehungsweise kritische Berichterstattung im klassischen journalistischen Sinne. Es sind in der Regel Texte von Parteien, Organisationen, Institutionen und Unternehmen und schildern oft nur eine Sicht der Dinge. Die Redaktion von Herzogtum direkt prüft Pressemitteilungen vor Veröffentlichung stets nach bestem Wissen und Gewissen. So werden unter anderem Superlative und nicht belegbare Behauptungen aus den Texten entfernt.