‚2019 war ein gutes Jahr‘ – Raiffeisenbank Ratzeburg zieht Bilanz

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Tolle Mitarbeiter, gute Kunden, erfolgreiche Geschäfte: Die Vorstände der Raiffeisenbank Ratzeburg, Thomas Naß und Kerstin Andresen blicken zufrieden auf das Jahr 2019 zurück. Foto: Anders
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Ratzeburg (aa). „Es war ein gutes Jahr, trotz schwieriger Rahmenbedingungen“, erklärt Thomas Naß im Rahmen des Jahresbilanzpressegespräch der Raiffeisenbank Ratzeburg gemeinsam mit seiner Vorstandskollegin Kerstin Andresen. „Es war ein sehr positives Jahr. Durch unsere tolle Mitarbeiterschaft und einem tollen Team haben wir unsere selbstgesteckten Ziele erreicht“, ergänzt Andresen.

So konnte die Genossenschaftsbank erneut wachsen. Das Kreditvolumen konnte beispielsweise um satte neun Prozent gesteigert werden, die Einlagen mehrten sich um sieben Prozent, der Überschuss aus dem Zinsgeschäft wie auch aus dem sogenannten Vermittlungsgeschäft konnte jeweils um zirka 200.000 Euro gesteigert werden. Zum 31. Dezember 2019 wurde eine Bilanzsumme von 156 Millionen Euro (2018: 146 Mio. EUR) erreicht. „Wir leben auch viel vom Empfehlungsgeschäft. Das ist eine tolle Auszeichnung, darauf sind wir sehr stolz“, freut sich Kerstin Andresen über den guten Stand bei den Kunden.

Die Raiffeisenbank habe drei Haupteinnahmequellen: das Kreditgeschäft, der Zahlungsverkehr und die Fristentransformation. „Alle drei stehen unter Druck“, analysiert Naß. So werde es beispielsweise im Kreditgeschäft immer schwieriger, da die Marge sinke. „Der Druck auf die Banken wird größer. Die Bankenwelt ändert sich gerade radikal und rasant“, so Naß weiter. Die Tatsache, dass es sich bei der Raiffeisenbank Ratzeburg um eine vergleichsweise kleine Bank handele, sähe er aufgrund schnellerer Reaktionszeiten eher als Vorteil an. Ein Beispiel für einen aktuellen Wandel ist hier die Abnahme von Frequenz beziehungsweise Nutzung der Bankautomaten und Filialen.

Nach außen sichtbar wird dieser Wandel unter anderem in der Großen Wallstraße. Nachdem die Hauptgeschäftsstelle bereits in den Neubau in der Schweriner Straße zog, werden auch verbliebenen Mitarbeiter nun zeitnah in die Schweriner Straße nachziehen. Das Gebäude in der Großen Wallstraße wird umgebaut und erweitert. Hier sollen fünfzehn Wohnungen sowie im Erdgeschoss drei Gewerbeeinheiten entstehen.

Bereits im Laufe dieser Woche steht der Umzug der Krummesser Filiale in einen Anbau des örtlichen Markant Marktes an. „Wir werden dort vor Ort präsenter sein“, sagt Thomas Naß. Auch hier soll das bisherige Gebäude umgebaut und zu Wohnzwecken vermietet werden.

Etwas komplizierter gestaltet sich nach wie vor das Wohnbauprojekt in der Seedorfer Straße in Ratzeburg, wo die Raiffeisenbank Ratzeburg neben der Kreisbaugenossenschaft als Investor austritt. Hier stünden weitere Gespräche mit der Anwohnerinitiative an, die inzwischen gegen das Bauvorhaben Klage eingereicht hat. Naß: „Es ist schwierig, sich da zu einigen. Aber wir sind guten Mutes.“

Auch 2020 können sich Vereine wieder mit ihren Projekten bewerben. Es werden 14.000 Euro Spendengeld aus dem „Gewinn-Sparen“ ausgeschüttet. Weitere Infos dazu unter www.rbratzeburg.de.