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Titel Herzogtum Lauenburg

‚un-gerecht – Was soziale Ungleichheit mit unserer Gesellschaft macht?!‘

Diskurstag in der Internationalen Begegnungsstätte "Lohgeberei" Mölln

von Pressemitteilung
Februar 11, 2020
Mölln: Fahnen-Appell an die deutsche Fridays for Future Bewegung

Die von Horst Grünwald umgestaltete Deutschlandfahne. Foto: hfr

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Mölln (pm). Der Verein Miteinander leben setzt in seiner politischen Bildungsarbeit in diesem Jahr einen inhaltlichen Schwerpunkt auf das Thema „Soziale Ungleichheit“. Mit einem Diskurstag unter dem Titel „un-gerecht – Was soziale Ungleichheit mit unserer Gesellschaft macht?!“ am Sonnabend, 28. März 2020, 9.30 bis 17 Uhr in der Internationalen Begegnungsstätte „Lohgeberei“ Mölln soll dazu gestartet werden.

Der soziale Frieden in einer Gesellschaft baut auf verschiedene Versprechen. Etwa dass alle Menschen am gesamtgesellschaftlichen Wohlstand teilhaben sollen und der Staat dieses befördern muss. Dass die „sozial Stärkeren“ den „sozial Schwächeren“ solidarisch zur Seite stehen. Dass Bildungschancen nicht von der sozialen Herkunft abhängig sein sollen. Dass Leistung sich lohnen wird. Dass Gesundheitsversorgung nicht unterscheiden darf. Dass gesunde Umweltbedingungen heute und auch für zukünftige Generationen zu sichern sind. Dass Leben in der Stadt und auf dem Land gleichermaßen lebenswert und möglich sein sollen. Und dass doch eigentlich der Mensch im Zentrum des staatlichen und auch des wirtschaftlichen Handeln stehen muss.

Es sind weitreichende und auch große Versprechungen, die sich im Grundgesetz, in vielen Gesetzen und auch in Parteiprogrammen wiederfinden. Doch … werden sie erfüllt? Für alle, für viele oder gar nur für einige Wenige? Und werden diese Gerechtigkeitspostulate noch geglaubt von der Mehrheit des Bevölkerung? Oder wachsen die Zweifel … dass Reichtum wie Armut steigen, Stadt und Land sich entfremden, Egoismus über Solidarität geht, Teilhabe am Wohlstand eine Illusion ist und die Gesellschaft zunehmend als ungleich und auch ungerecht wahrgenommen wird? Gerade in einer Zeit, in der diese unterschiedliche Transformationsprozesse durchläuft, die vieles neu ausrichten werden.

Wie steht es um den sozialen Frieden in unserer Gesellschaft? Dieser ganz grundsätzlichen Frage möchte der Verein Miteinander leben e.V. zusammen mit anderen Institutionen in diesem Jahr vertiefend nachgehen, als Schwerpunkt seiner politischen Bildungsarbeit. Begonnen werden soll dieses Themenjahr mit einem Diskurstag in der Internationalen Begegnungsstätte „Lohgerberei“ unter dem Titel „un-gerecht – Was soziale Ungleichheit mit unserer Gesellschaft macht?!“. Zwei Perspektiven werden hier leitend sein. Zum einen die soziale Fragestellungen im Sinne einer Antwortsuche, inwieweit unserer Gesellschaft schon von Ungleichheit durchzogen ist. Zu diesem Diskurs wird Inga Julia Reichelt von der University of Leeds referieren mit Blick auf Bildungswege und Arbeitsmarkt. Zum anderen sollen politische Implikationen behandelt werden. Wer bietet Lösungen, wer einfache Antworten und wer verspielt politischen Vertrauen? Diesen Diskurs wird Andreas Kemper vom Institut für Soziologie der Universität Münster anleiten und insbesondere den Zusammenhang von sozialer Ungerechtigkeit und Populismus in den Blick nehmen.

Den Einführungsdiskurs wird Dr. Ralf Stegner (MdL) halten, mit dem Ziel, viele Fragestellungen für die anschließenden Diskursrunden aufzuwerfen und mitzugeben. Der Diskurstag wird dabei in zwei Durchläufen strukturiert, so dass alle Teilnehmer*innen in beiden Perspektiven aktiv sein können. Dazu wird als Diskussionsraum ein gemeinsames Mittagessen sowie ein abschließendes Forum vorbereitet, aus dem Impulse für weitere Vorträge, Seminare oder Aktionen im Themenjahr „un-gerecht “ gesammelt werden soll.

Die Teilnahme am Diskurstag ist dank einer Förderung durch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) kostenfrei. Eine Anmeldung ist aber obligatorisch unter miteinander.leben@t-online.de oder 04541-206726. Die Teilnehmerzahl ist mit Blick auf die räumliche Ausstattung begrenzt.

Pressemitteilung

Bei Pressemitteilungen handelt es sich nicht um eine neutrale beziehungsweise kritische Berichterstattung im klassischen journalistischen Sinne. Es sind in der Regel Texte von Parteien, Organisationen, Institutionen und Unternehmen und schildern oft nur eine Sicht der Dinge. Die Redaktion von Herzogtum direkt prüft Pressemitteilungen vor Veröffentlichung stets nach bestem Wissen und Gewissen. So werden unter anderem Superlative und nicht belegbare Behauptungen aus den Texten entfernt.

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