SPD fordert 10.000 Euro für Jugend-Medienschutz – Kreis soll handeln

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Symbolfoto: pixabay.com
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Herzogtum Lauenburg (pm). Ein erschreckender Bericht des Präventionsteams der Alkohol- und Drogenberatung rüttelte vor kurzem Politik und Verwaltung in den entsprechenden Gremien des Kreistages wach. Berichtet wurde, dass bereits Grundschüler immer mehr in die digitale Welt abtauchten und im Internet beziehungsweise auf dem Handy zu surfen.

Persönliche Kontakte untereinander würden immer mehr abnehmen, und die Zeit mit beziehungsweise über den Smartphones oder Tablets immer intensiver und länger. In der Konsequenz führt dies zu Mobbing über Handy-Gruppen, Ausgrenzungen aber auch Gewaltvideos und Pornos werden konsumiert, bis hin zu immer häufiger seelischen Störungen, Absentismus (Schulverweigerung) oder massiven Ängsten.

Die Mitarbeiter des Präventionsteams teilten weiterhin mit, dass die Warteliste ihrer
Beratungsstunden an den Schulen überfüllt seien und die Problemlage an den Elternabenden nur schwer vermittelt werden könnte. „Wir haben dieses Thema auf unserer letzten Klausurtagung diskutiert“, so Gitta Neemann-Güntner, sozialpolitische Sprecherin der SPD- Kreistagsfraktion, „und werden handeln.“

Manfred Börner, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, ergänzt: „Wir werden einen Antrag über 10.000 Euro in die Haushaltsberatung einbringen, damit ein entsprechendes Jugend-Medienschutzkonzept erarbeitet und ggf. eine Anlaufstelle für Ratsuchende eingerichtet wird. Die fachliche Begleitung wird über den Jugendhilfeausschuss erfolgen.“

„Wir wollen der Verrohung und Gewalt bei Kindern und Jugendlichen proaktiv entgegentreten und setzen auf eine gute Kooperation von vielen Akteuren in Schule und Jugendamt,“ so beide Sozialdemokraten unisono. Es geht darum, die Medienkompetenz zu erhöhen und bei Jugendlichen einen verantwortungsvollen Umgang mit den sozialen Medien zu fördern.