Rainer Eppelmann spricht über den Herbst 1989 und die Folgen

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Rainer Eppelmann. Foto: creative commons Michael Panse
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Mölln (pm). Rainer Eppelmann (Berlin) berichtet am Mittwoch, 13. November, um 19.30 Uhr im Stadthauptmannshof, Hauptstraße 150, wie die friedliche Revolution vom Herbst 1989 Deutschland und Europa veränderte. Der Eintritt zu der Veranstaltung in der Reihe „30 Jahre Grenzöffnung“ der Stiftung Herzogtum Lauenburg ist frei.

Er verweigerte Kriegsdienst und Fahneneid in der NVA und erhielt dafür eine achtmonatige Freiheitsstrafe. Das Regime ließ ihn nicht zu Abitur und Architekturstudium zu, stattdessen wurde er evangelischer Theologe und Pfarrer. In der Wendezeit war er Bürgerrechtler, schließlich Mitglied des Runden Tisches und nach der ersten und einzigen freien Volkskammerwahl am 18. März 1990 letzter DDR-Verteidigungsminister im Kabinett von Lothar de Maizière: Rainer Eppelmann kennt wie nur noch wenige das politische Innenleben der DDR vor, während und nach dem Mauerfall aus allernächster Anschauung und persönlicher Betroffenheit. Zweimal verübte die Stasi in den 80er Jahren Mordanschläge auf ihn, als Autounfälle fingiert und glücklicherweise erfolglos.

Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde Rainer Eppelmann bis 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages und ist seit 1998 Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Ein großer Zeitzeuge deutscher Geschichte in Ost und West kommt an diesem Abend zu Wort.

Aufgrund der begrenzten Platzkapazität ist eine Anmeldung erforderlich unter der Telefonnummer 04542/87000 oder per Email an info@stiftung-herzogtum.de.