Förderurkunde des Bundesprogramms Nationale Projekte des Städtebaus zur Sanierung der Ratzeburger Domhalbinsel überreicht

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Der Parlamentarische Staatssekretär Marco Wanderwitz (2.vl.) überreicht die Förderurkunde aus dem "Nationale Projekte des Städtebaus" im Beisein von CDU-Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann (re.) an Ratzeburgs Bürgermeister Gunnar Koech (li.) und Bauamtsleiter Michael Wolf. Foto: Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
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Berlin/Ratzeburg (pm). Ratzeburgs Bürgermeister Gunnar Koech und Bauamtsleiter Michael Wolf haben am vergangenen Mittwoch auf einem Festakt im Bundesministerium des Inneren, für Wohnen und Heimat in Berlin im Beisein von CDU-Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann die Förderurkunde zum Ausbau der Ratzeburger Domhalbinsel im Rahmen des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ erhalten. Insgesamt 118 Städtebauprojekte aus ganz Deutschland hatten sich für diese Förderung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat beworben, die mit rund 150 Millionen Euro ausgestattet ist.

35 zukunftsweisende Vorhaben im Bereich der Stadtentwicklung wurden auf Empfehlung einer interdisziplinär besetzten Jury unter Vorsitz des Parlamentarischen Staatssekretärs Marco Wanderwitz ausgewählt. Für das Erneuerungsprojekt der Domhalbinsel in Ratzeburg sprach vor allem die besondere städtebauliche Bedeutung und nationale Wahrnehmung. „Das herausragende Zeugnis romanischer Backsteinarchitektur in Norddeutschland wird durch die Aufwertung der öffentlichen Räume erfahrbar und erlebbar gemacht. Die Barrierefreiheit von Oberflächen und Leitsystemen ist ein besonders wichtiges Anliegen dieses Projektes“, heißt es in Begründung auf der Webseite des Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). Die Bundesförderung beträgt rund 460.000 Euro bei einem Gesamtvolumen der Maßnahme von zirka 1,7 Millionen Euro. Stadt und beteiligte Dritte tragen die restlichen Kosten.

Der Parlamentarische Staatssekretär Marco Wanderwitz betonte in seiner Festansprache den als „Premiumqualität“ beschriebenen besonderen Qualitätsanspruch der ausgezeichneten Projekte, hinsichtlich des städtebaulichen Ansatzes, der baukulturellen Aspekte und der Beteiligungsprozesse, die allesamt die baupolitischen Ziele des Bundes verfolgen und hohes Innovationspotenzial aufweisen würden. Er verwies dabei auf einen neuen Förderaufruf des aus Sicht des Bundesinnenministeriums sehr erfolgreichen Bundesprogramms, das seit 2014 hat deutschlandweit bereits mehr als 143 Projekte mit einem Gesamtvolumen an Bundesmitteln von rund 443 Millionen Euro unterstützt hat. Im kommenden Jahr soll es seine Fortsetzung finden. „Im Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2020 ist dafür ein Fördervolumen von 75 Millionen Euro vorgesehen“, informierte Bundestagsabgeordneter Brackmann, der sich für die Ratzeburger Bewerbung mit Überzeugung eingesetzt hatte. „Ich bin sehr stolz, dass unsere gemeinsamen Anstrengungen Früchte getragen haben und Ratzeburg doch noch in den Genuss der Bundesförderung gekommen ist. Die historische Domhalbinsel wird durch die Erneuerungsmaßnahmen auch für Menschen mit Behinderung erlebbar“, so Brackmann.

Bürgermeister Gunnar Koech zeigte sich hocherfreut über nun offizielle Förderzusage: „Ich bin Herrn Brackmann sehr dankbar für seinen Einsatz für dieses Ratzeburger Projekt. Es ist gut zu wissen, dass Bundestagsabgeordnete wie Herr Brackmann sich für unser Ratzeburg in Berlin bürgernah engagieren. Wir starten jetzt mit der konkreten Umsetzung, im ersten Schritt mit der Ausschreibung der Planungsleistungen.“