Jugend trifft Kommunalpolitik zur Ratzeburger Jugendklimakonferenz

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Kommunalpolitik, Verwaltung und Jugendbeirat diskutieren Klimaschutz in Ratzeburg. Foto: Stadt Ratzeburg
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Ratzeburg (pm). Die „Friday for Future“-Demonstration vor dem Ratzeburger Rathaus im März diesen Jahres gab Ausschlag für ein Dialogprozess zum „Klimaschutz in Ratzeburg“, der vom Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat in die städtischen Gremien getragen worden ist und am 26. Oktober 2019 in eine Ratzeburger Jugendklimakonferenz münden soll. An einem Tag, von 9.30 bis 16.30 Uhr, wollen sich Kinder und Jugendliche mit der Ratzeburger Kommunalpolitik in der Lauenburgische Gelehrtenschule über dieses entscheidende Zukunftsthema eingehend informieren und anschließend beraten, was für Ziele in Ratzeburg verfolgt werden sollen und auch können.

„Es geht uns vor allem erst einmal darum zu erfahren, wo wir in Ratzeburg stehen in Fragen der Energieeffizienz und CO²-Reduktion, der klimaneutralen Mobilität, beim Schutz von Artenvielfalt und bei den Thema wie Müllvermeidung und Recycling“, beschreibt Marten Koch, Vorsitzender des Kinder- und Jugendbeirates, die erste Aufgabenstellung der Ratzeburger Jugendklimakonferenz. „Erst wenn wir hier einen Sachstand haben und auch wissen, wofür wir in Ratzeburg verantwortlich sind, können wir doch über gemeinsame Ziele sprechen“, ergänzt Lucca Rosenkranz, stellvertretender Vorsitzinder des Beirates und skizziert damit auch den geplanten Verlauf der Konferenz.

Diese wurde zusammen mit Mitgliedern des für Umweltfragen zuständigen städtischen Bauausschusses und der Verwaltung unter Leitung vom Ausschussvorsitzenden Werner Rütz zusammen mit Vertretern des Kinder- und Jugendbeirates entsprechend geplant. Die Konferenz leiten wird Moderator Lars Hartwig aus Lübeck, der die geplante Vorgehensweise in Ratzeburg sehr begrüßt. „Die Idee, erst eine Bestandsanalyse vorzunehmen, bevor man sich dann konkrete Ziel setzt halte ich für einen guten Weg, um sich in Kommunen mit diesem so umfassenden Thema konstruktiv zu befassen.“ Werner Rütz selbst freut sich über die Initiative des Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirates und deren Ansinnen, den berechtigten Protest der Klimabewegung „Friday for Future“ auf diese Weise in die städtischen Gremien zur demokratischen Beratung zu tragen: „Die Kinder und Jugendlichen haben recht, dieses Thema einzufordern und uns Kommunalpolitik damit aktiv zu befassen, gerade mit diesem ganzheitlichen Blick auf die Umweltbilanz unserer Stadt und die Frage, was wir in unser Kompetenz tun können.“

Teilnehmen und mitdiskutieren können alle interessierten Kinder- und Jugendlichen aus Ratzeburg und dem zugehörigen Schulverband und natürlich kommunalpolitische Vertreterinnen und Vertreter sowie Mitglieder aus den städtischen Beiräten. Für ein gemeinsames Mittagessen wird gesorgt. Dafür würde eine kurze Anmeldung helfen, unter jugendbeirat@ratzeburg.de. Die Ratzeburger Jugendklimakonferenz wird gefördert durch die „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.