Tomi Ungerer. Graphiken und Skulpturen aus der Sammlung Würth

Sonderausstellung im A. Paul Weber-Museum

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Ausstellung von Tomi Ungerer. Foto: hfr
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Ratzeburg (pm). Das A. Paul Weber-Museum in Ratzeburg zeigt in seiner Herbst-Reihe mit großen Künstlern aus dem Bereich der satirischen und kritischen Graphik eine große Sonderausstellung mit Bildern und Skulpturen von Tomi Ungerer. Die hochrangigen Werke sind Leihgaben der Sammlung Würth.

Der im Elsass geborene Tomi Ungerer, der sein Leben in New York, Straßburg und zuletzt in der Abgeschiedenheit Irlands verbracht hat, ist und bleibt einer der ganz Großen im Bereich der satirischen und kritischen Graphik, wobei ihm der schwierige Spagat gelingt, mit heiteren Illustrationen zu Kinder- oder Liederbüchern zu verzaubern und gesellschaftskritische Inhalte bis hin zur pornographischen Überzeichnung gleichermaßen auf höchst meisterlichem Niveau darzubieten.

Mit über 40.000 Zeichnungen und 140 erschienenen Büchern gehört er auch zu den produktivsten Künstlern unserer Zeit. Vor 30 Jahren war Ungerer schon einmal zu einer Ausstellungseröffnung seiner Werke im Weber-Museum zu Gast. Er schrieb danach an Museumsleiter Dr. Dorsch: „Ich war durch und dorsch (!) begeistert von meinem Besuch in Ratzeburg. Diese Stadt liegt mir komischerweise im Herzen. Ich komme wieder.“ Dieses Versprechen wollte Ungerer in diesem Jahr endlich wahr machen. Noch Ende Januar sprach er begeistert darüber, doch am 9. Februar starb der 87jährige Künstler. So wird die Ausstellung zu einer Gedächtnisausstellung.

Ungerer 2006: „Meine Beziehung mit dem Tod, für mich ist der Tod ein Freund. Ich war jetzt dreimal tot und jedesmal war es für mich eine tolle Erfahrung. Im Koma. Dieses Licht, kein Schuldgefühl. Das ist wirklich einmalig … Ich lebe mit einer Sehnsucht des Todes.“
Die Ausstellung zeigt fast 70 originale Graphiken, Ölgemälde, Collagen und Objektkästen aus den unterschiedlichsten Schaffensabschnitten. Neben gesellschaftskritischen Werken sind auch etliche erotische Zeichnungen zu sehen, sowie amerika-kritische Arbeiten und Kleinskulpturen aus Fundobjekten.

Die Ausstellung ist bis 24. November 2019 täglich, außer montags, von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr geöffnet.

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