Die Möllner Wohnstätten treten für mehr Selbstständigkeit in die Pedale

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Erster Praxistest des neuen Paralleltandems. Foto: J. Quast
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Mölln (pm). Im Februar des Jahres haben die Möllner Wohnstätten an der Auslosung „GUT. Für die Gemeinschaft“ der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg teilgenommen. Die zu gewinnende Höchstsumme für ein zu förderndes Projekt betrug 3.000 Euro. Die Gewinner wurden im Losverfahren ausgewählt – die Möllner Wohnstätten hatten Glück und haben gewonnen.

Es wurde sich mit dem Projekt „Paralleltandem – für mehr Selbstständigkeit in die Pedale treten!“ beworben. Auf einem Paralleltandem sitzt ein Mensch mit Behinderung zum Beispiel neben einem Physiotherapeuten – die Therapiestunden können auf diese Art im Freien stattfinden. Auch können so Menschen, welche zur Orientierung in der Umwelt eine Betreuungsperson benötigen, zum Beispiel auf kurzen Einkaufstouren ihre lebenspraktischen Fähigkeiten sowie ihren Sozialraum erkunden.

Da das Paralleltandem über einen verstärkten Rahmen und unterstützenden Elektromotor verfügt, können auch Menschen, die ansonsten auf einen Fahrdienst mit einem PKW angewiesen wären die Erfahrung machen, selbstständig an einen anderen Ort zu gelangen und aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen. Da die Kosten des Paralleltandems die maximale Fördersumme überstiegen, wurde zur abschließenden Finanzierung zusätzlich ein Antrag bei der Stiftung des Lebenshilfewerks gestellt. Diesem Antrag wurde erfreulicher Weise entsprochen, sodass das Paralleltandem erworben werden konnte.

Anfang September war es dann soweit: Das lang ersehnte Paralleltandem wurde in einer feierlichen Zeremonie im Haus der sozialen Dienste durch Carsten Grünwald, als Vertreter der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg, Hans-Joachim Grätsch, als Vertreter der Stiftung des Lebenshilfewerkes, Ines Mahnke, der Geschäftsführerin des Lebenshilfewerkes und Irene Drews, der Einrichtungsleitung der Möllner Wohnstätten, den Bewohnern der Möllner
Wohnstätte übergeben. Die Bewohner erschienen zu diesem Anlass zahlreich und haben
das Paralleltandem mit großer Freude und viel Dank entgegen genommen.

Im Anschluss an die Übergabe hatten dann sowohl die Bewohner, als auch die weiteren
Gäste die Gelegenheit, eine erste Probefahrt auf dem hauseigenen Gelände zu unternehmen. Diese Gelegenheit wurde sehr gern ergriffen und das Paralleltandem hat den
ersten Praxiseinsatz bestens bestanden.

Der feierliche Anlass klang sodann in einem gemeinsamen Zusammensein mit Kaffee und
Kuchen – bei welchem schon Pläne für den täglichen Einsatz des Paralleltandems im Alltag
geschmiedet wurden – aus.