Kommunalpolitik, Verwaltung und Jugendbeirat diskutieren Klimaschutz in Ratzeburg

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Kommunalpolitik, Verwaltung und Jugendbeirat diskutieren Klimaschutz in Ratzeburg. Foto: hfr
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Ratzeburg (pm). Auf Anstoß der „Friday for Future“- Demonstration im Mai vor dem Ratzeburger Rathaus hat sich der Ratzeburger Jugendbeirat auf seinen letzten Sitzungen intensiv mit dem Thema „Klima- und Umweltschutz in unserer Stadt“ beschäftigt. Es wurden Gespräche mit den Organisatoren der Ratzeburger Kundgebung geführt und über den aktuellen Stand von Klima- und Umweltschutzmaßnahmen in der Stadt beraten.

Es wurde schnell deutlich, dass ein einheitlicher Wissensstand zu den vielen Aspekten dieses Thema fehlt und für eine sinnvolle und weiterführende Diskussion erst einmal hergestellt werden müsste. Mit diesem Anliegen bat der Jugendbeiratsvorsitzende Marten Koch die Mitglieder des städtischen Planung-, Bau- und Umweltausschuss sowie die Verwaltung um Mitwirkung in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe, die sich nicht mit Einzelmaßnahmen befassen möge, sondern mit einer Gesamtschau von Klima- und Umweltmaßnahmen und natürlich mit gemeinsamen Zielen für einen verbesserter Klima- und Umweltschutz. Die Eingabe des Jugendbeirates wurde im städtischen Gremien intensiv und offen beraten.

Im Ergebnis lud der Vorsitzende Werner Rütz nachfolgend Ausschuss- und Verwaltungsvertreter wie auch Vertreter des Jugendbeirates zu einem Planungsgespräch in das Amt Lauenburgische Seen, um gemeinsam den konkreten Rahmen und die Inhalte einer solchen Arbeitsgruppe zu bestimmen. Einigkeit herrschte zur Feststellung des Jugendbeirates, das grundlegend für solche Gespräche und weitergehende Zielsetzungen ein gemeinsamer Sachstand sein müsste zu bereits angestoßenen oder umgesetzten Maßnahmen in den Bereichen „Energieeinsparung“, „Verkehr“, „Umweltschutz“, „Biodiversität“, „Müllvermeidung und Recycling“. Um hier konkret voranzukommen wurde schließlich die Ausrichtung einer moderierten „Klima- und Umweltkonferenz“ vorgeschlagen, auf der sehr kompakt in einzelnen Arbeitsgruppen zunächst ein Bild des städtischen Status Quo entwickelt werden könnte, um nachfolgend Klima- und Umweltschutzziele definieren zu können. Als konkreter Termin wurde der 26. Oktober 2019 festgesetzt, so dass alle Beteiligten, insbesondere auch die Verwaltung die Möglichkeit haben, einen konstruktiven und informativen Dialog mit den jungen Menschen vorzubereiten.

„Wir vom Ratzeburger Jugendbeirat wollen den Anstoß geben, das das Thema „Klimaschutz“, so wie es „Friday for Future“ beeindruckend auch vor unsere Rathaus getragen hat, dort nicht verhallt, sondern im Dialog mit uns Jungen langfristig weitergeführt wird. Dabei sind uns gemeinsam Ziele wichtig, was wir in unserer Stadt im Sinne des aktiven Klimaschutzes verändern können“, sagte Jugendbeiratsvorsitzender Marten Koch zum Arbeitsergebnis.

„Mit der gebotenen Sachlichkeit ist das Thema „Klima- und Umweltschutz“ zu bearbeiten. Überschäumender Ehrgeiz oder gar Aktionismus ist fehl am Platze und würde die weiteren Beratungen eher belasten. Aus dem einleitenden Vortrag der Verwaltung wurde deutlich, dass die Belange von Natur und Umwelt in den letzten Jahren bei vielen Entscheidungen der städtischen Gremien bereits Berücksichtigung gefunden haben. Ich freue mich auf die kommenden interessanten Gespräche und Anregungen und Vorschläge für die weitere politische Arbeit im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss“, sagte Ausschussvorsitzende Werner Rütz.