‚Warum allein?‘

Ratzeburger Dialogprojekt zum Thema "Einsamkeit"

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Die Organisatoren hoffen in den Dialogrunden mit vielen Bürgerinnen und Bürgern über das Thema "Einsamkeit" ins Gespräch kommen zu können (vl.) Günter Deutschmann, Seniorenbeirat, Holger Martens, Volkshochschule, Moderator Lars Hartwig, Jürgen Pfeiffer, Seniorenbeirat, Bürgermeister Gunnar Koech, Wiebke Keller, Ansverusgemeinde, Barbara Hergert, Demenznetzwerk Herzogtum Lauenburg, Nicole Freckmann, Dialogbegleitung der Bundeszentrale für politische Bildung. Foto: Thomas Biller
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Ratzeburg (pm). „Warum allein?“ – Diese Frage wird im kommenden Herbst im Zentrum eines Dialogprojektes stehen, das die Stadt Ratzeburg zusammen mit dem Seniorenbeirat, der Volkshochschule, den evangelischen Kirchengemeinden, dem Demenznetzwerk Herzogtum Lauenburg und der Bürgerstiftung Ratzeburg anstoßen möchte. Es geht um Fragen des demografischen Wandels in der Stadt, insbesondere aus und in der Perspektive von Bürgern, die ihren Alltag zunehmend allein bestreiten müssen.

Wie ist es um die nachbarschaftlichen Beziehungen in den verschiedenen Stadtteilen bestellt, wo und wie können Menschen einander begegnen und wie ausgeprägt ist die Achtsamkeit auf- und untereinander? Darüber sollen stadtteilweise Gespräche initiiert werden. Im ersten Schritt gilt es dabei herauszufinden, wie die Alltagssituation vor Ort beschrieben und eingeschätzt wird. In einem zweiten Gesprächsschritt sollen mögliche Ansätze, Ideen und Lösungen entwickelt werden, wie Sorge getragen werden kann, dass Menschen in Ratzeburg nicht einsam oder unbeachtet bleiben.

Die Organisatoren wünschen sich, viele Bürger ansprechen und für diese Dialoge gewinnen zu können … jene, die Menschen kennen, die unter Einsamkeit leiden oder die sich vielleicht auch selbst als betroffen angesprochen fühlen. Jene, die ihren Stadtteil gerade in dieser Perspektive besonders gut einschätzen können oder auch wissen, wie sich nachbarschaftliche Beziehungen verändert haben. „Ich würde mich freuen, wenn wir mit möglichst vielen Menschen zu diesem wichtigen Thema ins Gespräch kommen könnten, um in unser Stadt ein so leises, für die Betroffenen aber so großes Problem wie Einsamkeit in den Blick zu bekommen“, sagte Bürgermeister Gunnar Koech zum Projektauftakt.

Die erste Runde des moderierten Dialogprojektes „Warum allein?“ startet im September, beginnend in der Vorstadt, am 9. September von 15 bis 18 Uhr in der Ansveruskirche, nachfolgend auf der Insel, am 10. September 2019 von 15 bis 18 Uhr im Ratssaal des Rathauses und abschließend auf dem St. Georgsberg, am 11. September 2019 von 15 bis 18 Uhr in der Lauenburgischen Gelehrtenschule.

Den Dialogprozess begleitet eine kleine Umfrage, die auf den Projektflyern (s.u.) einlädt, selbst eine Einschätzung vor zu nehmen und so Anregungen für die anstehenden Dialoge geben kann. Der Umfragebogen kann einfach im Briefkasten des Rathauses abgegeben werden. „Warum allein?“ ist eines von 100 Dialogprojekten bundesweit, für das Ratzeburg aus 300 Projektideen im Programm „MITEINANDER REDEN“ der Bundeszentrale für politische Bildung ausgewählt wurde.