Vollbeschäftigung: Vorzeige-Stadt Tillhausen bot VIPs Arbeit, Kaffee und Kuchen

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CDU-Bundestagsabgeordneter Norbert Brackmann (li.) als Gastarbeiter in einer Tillhausener Manufaktur für ein Elektrospiel. Foto: Anders
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Tillhausen/Mölln (aa). Seit Sonnabend hat Tillhausen einen neuen Bürgermeister. Mit einem überaus knappen Ergebnis wählte Tillhausen Eric (12) zum neuen Bürgermeister (33,3 %). Lilli (31,1%) und Fabian (31,1%) wurden bei Stimmengleichheit zu seiner Stellvertreterin beziehungsweise seinem Stellvertreter gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 91,8 Prozent.

Kreisjugendring-Geschäftsführer Arne Strickrodt lobte den „bemerkenwerten“ Wahlkampf als sehr fair und sehr spannend. Gleich am Montag (8. Juli) begann dann für Bürgermeister Eric auch schon der Arbeitsalltag mit einem Antrittsbesuch beim Amtskollegen Jan Wiegels in Mölln, der Partnerstadt Tillhausens. Am Nachmittag folgte dann die Begrüßung der VIPs aus Politik und Wirtschaft, die traditionell an einem Tag einen Einblick ins Stadtspiel gewährt bekommen. Bevor es jedoch zu Tisch bei Kaffee und Kuchen ging, mussten sich die Gäste ihren Nachmittagssnack erst verdienen. So gab es beim Tillhausener Arbeitsamt für jeden einen Job.

Bürgermeister Eric begrüßte souverän die Gäste zum VIP-Tag in Tillhausen. Foto: Anders

Es gibt in Tillhausen übrigens 50 verschiedene Job, aus denen die Bürger jeden Morgen wählen können. „Und wir haben Vollbeschäftigung“, erklärt Strickrodt. Jeder Arbeiter bekommt einen Einheitslohn, vom Bruttogehalt gehen noch die Steuern ab, so dass am Ende des Tages jeder auf ein Nettogehalt von sechs, sieben oder acht Tilltaler kommt – je nach dem, ob 2, 2,5 oder 3 Stunden gearbeitet wurden. „Das Steuersystem hat sich bewährt“, so Strickrodt weiter, „wir sind damit noch ein Stück weiter an der Realität dran und zeigt den Kindern plastisch, wie es funktioniert.“