Tourismus steigt 2018 auf Höchstwerte

Buchholz und TA.SH-Chefin Bunge sehen großes Potenzial bei Gästen aus dem Ausland

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Eine Rast an der Elbe: Radfahrer auf dem Elberadweg zwischen Lauenburg und Geesthacht. Foto: HLMS_Jürgen Klemme
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Kiel (pm). Trotz der 2018 erneut auf Höchstwerte angestiegenen Gästezahlen in Schleswig-Holstein sehen Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz und die Chefin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TA.SH), Dr. Bettina Bunge, Ansatzpunkte für weitere Steigerungen: „Für die Zukunft gilt es, den Anteil ausländischer Gäste mit guter Kaufkraft und den Anteil an Tagungsgästen zu steigern sowie noch mehr Besucher für das Binnenland und die Nebensaison zu begeistern“, sagte Buchholz. Der Anteil ausländischer Urlauber am Übernachtungsvolumen liege aktuell bei sechs Prozent, der Anteil der Tagungsgäste bei fünf Prozent. „“Uns geht es dabei weniger um quantitatives Wachstum, sondern um eine nachhaltige Entwicklung des wirtschaftlich wichtigen Tourismus, der dauerhaft Arbeitsplätze im Land sichert,“ so Buchholz.

Die jüngsten Zahlen des Statistikamtes Nord weisen bei den Gästeankünften ein Plus von 11,1 Prozent aus – bezogen auf Betriebe mit mindestens zehn Betten und Campingplätze. Die Zahl der Übernachtungen stieg sogar um 15,3 Prozent auf fast 34,5 Millionen. Bei der Statistik ist laut TA.SH-Chefin Bunge allerdings zu berücksichtigen, dass deutlich mehr auskunftspflichtige Betriebe berücksichtigt wurden als früher. Hinzugekommen seien vor allem von Agenturen vermittelte Ferienwohnungen. Im Bereich der Hotellerie seien die Wachstumsraten mit einem Gäste-Plus von 3,5 Prozent und einem Plus von 2,9 Prozent bei den Übernachtungen deutlich niedriger.

Buchholz: „Der ‚echte Norden‘ ist also beliebt wie nie zuvor. Mit gut 34 Millionen Übernachtungen haben wir unser Strategieziel, die 30-Millionen-Marke an gewerblichen Übernachtungen zu überschreiten, deutlich übertroffen.“ Laut Bunge ist die durchschnittliche Verweildauer der Gäste in Schleswig-Holstein mit vier Tagen im bundesweiten Vergleich sogar am höchsten. Erfreulich sei vor allem die positive Entwicklung über das gesamte Jahr hinweg: Elf von zwölf Monaten weisen Steigerungen auf, die größten Zuwächse gab es in den Monaten März und Mai.