Arbeitslosigkeit steigt im Februar leicht an

· 5.166 arbeitslose Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg – 61 mehr als im Januar · Arbeitslosenquote 5,0 Prozent – plus 0,1 Prozentpunkt zum Vormonat · Ausbildungsmarkt: Agenturen für Arbeit werben zur „Woche der Ausbildung“ für die betriebliche Ausbildung

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Agentur für Arbeit. Foto: Anders
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Herzogtum Lauenburg (pm). Die Zahl arbeitsloser Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg hat im Februar leicht zugenommen und beträgt jetzt 5.166. Dies sind 61 mehr als im Vormonat.

In der Folge ist die Arbeitslosenquote gegenüber Januar um 0,1 Prozentpunkt gestiegen und liegt jetzt bei 5,0 Prozent. Das ist die niedrigste Arbeitslosenquote in einem Monat Februar im Kreis Herzogtum Lauenburg seit Erhebung der Arbeitslosendaten auf Kreisebene 1997.

Vor einem Jahr waren im Februar noch 5.559 Menschen und damit 393 mehr arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit bei 5,4 Prozent.

„Die Arbeitslosigkeit im Kreis Herzogtum Lauenburg ist im Februar zwar gestiegen, aber nur in einem geringen Umfang. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um junge Menschen, die gerade ihre Ausbildung abgeschlossen haben und jetzt auf der Suche nach ihrem ersten regulären Job sind. Für die frisch Ausgelernten dauert die Phase der Jobsuche aber erfahrungsgemäß nicht lange. Denn die Unternehmen benötigen in fast allen Bereichen Fachkräfte. Wie robust der Arbeitsmarkt aktuell ist, zeigt der Bestand der von den Unternehmen im Kreis gemeldeten sozialversicherungspflichtigen offenen Stellen. Dieser liegt mit aktuell 1.362 auf einem Höchstwert für einen Monat Februar“, sagt Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten für den Kreis Herzogtum Lauenburg. „Die Arbeitslosigkeit liegt weiter deutlich unter dem Vorjahreswert und, was erfreulich ist: fast alle Personengruppen haben von dieser Entwicklung profitiert. So waren gegenüber Februar 2018 nicht nur weniger Jüngere ohne Beschäftigung, sondern ebenso weniger ältere Arbeitsuchende sowie Langzeitarbeitslose. Nur bei den arbeitslosen Menschen mit einer Schwerbehinderung gab es bedauerlicherweise mit plus 16 einen Anstieg zum Vorjahr.“

Unterbeschäftigung

Von den derzeit 5.166 arbeitslosen Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg sind 508 Schutzsuchende, 35 mehr als im Vormonat. Insgesamt werden von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter Herzogtum Lauenburg aktuell 1.186 geflüchtete Menschen betreut. Der Großteil von ihnen besucht aber einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine der berufsvorbereitenden Maßnahmen der Arbeitsagentur oder des Jobcenters und gilt damit nicht als arbeitslos.

Nicht als arbeitslos gezählt werden auch Teilnehmer an Weiterbildungsmaßnahmen, Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind. Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht. „Die Unterbeschäftigung zeigt, wie viele Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind“, erläutert die Agenturchefin. „Auch diese Zahl ist gegenüber dem Vorjahr gesunken und liegt im Kreis Herzogtum Lauenburg aktuell bei 7.091. Dies sind 452 oder sechs Prozent weniger als im Februar des vergangenen Jahres.“

„AusbildungKlarmachen!“ – für betriebliche Ausbildung

Vor dem Hintergrund der bundesweiten „Woche der Ausbildung“ vom 11. bis 15. März wirbt auch die Agentur für Arbeit Bad Oldesloe für die betriebliche Ausbildung. „Ich kann jungen Menschen nur empfehlen, ihren Fokus auf eine duale Ausbildung zu richten. Sie bietet berufliche Perspektiven und ist zudem der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Im vergangenen Jahr betrug die Arbeitslosenquote bei Menschen mit einer Berufsausbildung in Herzogtum Lauenburg lediglich 2,8 Prozent. Bei Menschen ohne abgeschlossene Ausbildung lag sie mehr als siebenmal so hoch, nämlich bei 21,1 Prozent“, so Grote-Seifert.

Mit einem Berufsabschluss stünden den jungen Leuten außerdem alle Wege offen, sich weiterzubilden und zu qualifizieren. „Anders als viele glauben, ist eine betriebliche Ausbildung gerade keine Sackgasse. Denn mit dem Berufsabschluss eröffnen sich vielfältige Aufstiegs- und Fortbildungsmöglichkeiten“, sagt die Agenturchefin. Deshalb sei eine duale Ausbildung aus ihrer Sicht auch für Abiturienten oder Studienumsteiger interessant. „So besteht nach einer Ausbildung die Möglichkeit der Weiterbildung zum Meister, Techniker oder Betriebswirt, die den Aufstieg in Führungspositionen eröffnet. Oder man kombiniert gleich Ausbildung und Studium in einem Dualen Studiengang. Dieser Weg erfreut sich bei angehenden Abiturienten und Unternehmen zunehmender Beliebtheit.“

Aktuell sind der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe von Unternehmen aus dem Herzogtum Lauenburg bereits 827 Ausbildungsstellen für den kommenden Ausbildungsbeginn gemeldet worden, 89 mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Um den für sich richtigen Ausbildungsweg zu finden, sollten sich die Jugendlichen jetzt an die Berufsberatung wenden. „Unsere Berufsberater helfen, sich in dem breiten Angebot von fast 330 Ausbildungsberufen zu orientieren und den Weg zu finden, der zu einem passt“, so Grote-Seifert.

Termine beim Berufsberater können über die kostenlose Service-Rufnummer 0 800 / 4 5555 00 oder per Mail an badoldesloe.berufsberatung@arbeitsagentur.de vereinbart werden.