Wohnen im Herzogtum Lauenburg

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Ein wunderschönes Fleckchen Erde findet sich in der Region um Ratzeburg und Mölln. Nicht nur Touristen kommen gerne zu Besuch. Denn das Herzogtum Lauenburg vor den Toren von Hamburg hat auch wirtschaftliche Aspekte, die immer mehr Menschen anzieht. Im Besonderen die ideale Lage zwischen Hamburg, Mecklenburg und Niedersachsen kommt hier zum Tragen. Zudem wächst die Region schneller als prognostiziert, was eine alte Entwicklungsprognose beweist.

Die Prognose, die auf fünfzehn Jahre ausgelegt wurde, war schon 2016 überschritten, gibt Michael Birgel, Fachdienstleiter Regionalentwicklung zu Protokoll. So lebten bereits mehr als 195.000 Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg. Ursprünglich wurde eine Bevölkerung von rund 180.000 prognostiziert. Diese Zahl bezieht sich auf die amtliche Bevölkerungsfortschreibung im Zeitraum 2000 bis 2015. Zudem gibt es im Kreis erstmals mehr Geburten als Todesfälle. Dieser Situation ist nicht zuletzt bedingt aufgrund des Zuzugs von Flüchtlingen. In diesem Kontext fällt ebenso auf, dass größere Städte und Orte sehr rasant wachsen und kleinere Dörfer unter einer rückläufigen Bevölkerungsentwicklung leiden. So zeigt sich, dass in den kommenden 15 Jahren mit deutlichem Zuwachs gerechnet werden muss. Insofern geht man davon aus, dass 10.000 neue Wohneinheiten nötig sein werden.

Im Bereich Regionalentwicklung und Infrastruktur sieht man das Problem, dass gerade südlicher gelegene Orte in Zukunft sehr beliebt sein werden. Vor allem liegt dies an der Nähe zu Hamburg. Nicht umsonst wird dieser Bereich Hamburger Speckgürtel genannt. Jedoch können die Kommunen den benötigten Wohnraum nicht decken. Freier Wohnraum in Schleswig-Holstein, speziell im Herzogtum Lauenburg, lässt sich dabei komfortabel über Portale finden. Diese bieten übersichtlich gestaltete Informationen zu Häusern und Wohnung. Zudem lassen sich verschiedene Angebote miteinander vergleichen. So hat der Suchende das Wichtigste immer im Blick. Mit dem Mietspiegel kann dann ein zu hoher Preis vermieden werden. Denn dieser weist die ortsübliche Miete innerhalb der Region aus.

Neben dem fehlenden Wohnraum sieht man ein Problem beim Faktor Arbeitsplätze. Denn der Strukturwandel, der sich in Gewerbe, Handel und Arbeitswelt zeigt, hat nicht den Zuwachs, der mit der steigenden Bevölkerungszahl aktuell benötigt würde. Das wird in Zukunft zu Problemen führen, weshalb einige Arbeitnehmer auf Nachbargemeinden ausweichen müssen. Als Folge dessen müssen diese einen längeren Arbeitsweg in Kauf nehmen. Damit die kleineren Gemeinden jedoch wachsen können, müsse der Bund etwas unternehmen. Denn die seien aufgrund einer rigiden Gesetzeslage blockiert, wie Horst Kühl von der CDU aus Mölln den Entwicklungsbericht kommentiert. Immerhin wurde nun die Mietrechtsreform 2019 umgesetzt. So gelten nun neue Regelungen für die Mietpreisbremse.

Wie sich die Region in den kommenden Jahren entwickelt, wird zudem verstärkt von den eigenen Vorstellungen abhängig sein, die die Zuständigen im Kreisgebiet haben. So müsse „man wissen, was man will“, gab ein CDU-Ausschussmitglied zu Protokoll.