Leichtathletik: Erfreuliche Ergebnisse bei den Landesmeisterschaften

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Schneller als 2018 im Freien über 200 m (25,81) konnte Benita Kappert hier in 25,42 Sekunden die Hallenrunde als Zweite beenden. Foto: Boyens
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Hamburg (pm). Am 12. und 13. Januar 2019 richteten die Leichtathletikverbände der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein ihre jährlichen gemeinsamen Hallen-Landesmeisterschaften für die Altersklassen U20 und U 16 in der Leichtathletikhalle Hamburg aus. 497 Teilnehmer aus 72 Vereinen waren gemeldet. Von der Leichtathletikgemeinschaft Schönberg-Wentorf-Sandesneben-Klinkrade gingen acht Athletinnen an den Start.

In der Altersklasse W14 zeigte die Crosslauf-Landesmeisterin Alma Büttner, dass sie auch über die 800 Meter in der Halle nicht zu schlagen ist. Vom Start an setzte sie sich an die Spitze, blockte jeden Überholversuch ab, um letztendlich in einem Schlusssprint allen davonzuziehen. Maxine Beier (W15) erreichte im 60m-Sprint das Finale und holte sich dort Rang acht von 40 Teilnehmerinnen. Im Kugelstoßen mit der 3-kg-Kugel erreichte sie 9,91 Meter (m) und sicherte sich die Bronzemedaille. Lara Marie Teichmann kam hier auf 9,01 m und wurde Achte in einem starken Teilnehmerfeld.

Carlotta Höft (U20) startete in ihrer Paradedisziplin, dem Hochsprung. Aufgrund des leistungsstarken Teilnehmerfeldes fielen die Medaillenhoffnungen sehr gering aus, obwohl sie bei einer vorangegangen Veranstaltung in Bad Segeberg ihre Bestleistung auf 1,66 m steigern konnte. Sie kam zu keinem Zeitpunkt in den Wettkampf, wie andere Favoritinnen auch, und musste sich mit 1,61 m begnügen. Sie holte damit trotzdem Bronze. Im 60m Hürdenlauf kämpfe sie sich, wie auch Pia Marie Zingelmann, mit Bestleistung ins Finale. Dort landete Carlotta (9,65) auf Platz sieben, Pia (9,83) wurde Achte.

Für Pia Marie war es der erste Hürdensprint über die höheren Frauenhürden. Das Ergebnis war nach einer halbjährigen Trainingsabstinenz überaus erfreulich, wie auch ihre Leistungen im 200m-Lauf mit 27,36 Sekunden und dem Weitsprung (4,75), in dem auch Alicia Schubert (4,67) an den Start ging. Leider reichte es hier noch nicht zu einem Endkampf der letzten Acht. Zusammen mit Jennifer und Janina Albert bildeten Pia Marie und Alicia die 4 x 200m-Staffel der Altersklasse U20. Sie gewannen ihren Vorlauf in neuer Bestzeit von 1:52,44 Minuten und schrammten um acht Zehntelsekunden an der Bronzemedaille vorbei. Im Kugelstoßen mit der ungewohnten 4-kg-Kugel erreichten Jennifer und Janina 10,13 m und 9,95 m und landeten auf den Plätzen fünf und acht.

Im Klub der 6m-Springerinnen wurde Benita Kappert vom SC Wentorf aufgenommen. Die Weitsprung-Ikone knackte am ersten Tag der Titelkämpfe gleich zweimal die ominöse Grenze. „Die 6,01 m im letzten Durchgang waren noch vor dem Brett abgesprungen“, berichtet Trainer Michael Arndt. Da sei also noch Luft nach oben. Jetzt konzentriere man sich auf die Deutschen Hallenmeisterschaften am 23./24. Februar in Sindelfingen. Kappert vom SC Wentorf legte am Sonntag über 60m Hürden nach und versilberte ihre 8,84 Sekunden hinter der Glücksburgerin Anna Jablonski (8,79). Schneller als 2018 im Freien über 200 m (25,81) konnte Kappert hier in 25,42 Sekunden die Hallenrunde als Zweite beenden. Nur die Hamburgerin Lysann Helms war mit 25,15 flotter. Fünfte im W14-Weitsprung wurde Annika Basil mit 4,53 m. Als Sechste gelistet mit 8,71 Sekunden wurde sie im W14-Sprint über 60 m.

Lena Grollmuß (W15) erkämpfte für die LG Oberelbe eine ´Goldene´ und hat jetzt im Kugelstoßen 11,28 m als Bestweite stehen. Klubkamerad Malte Scharnweber (M14) kämpfte sich als Vorlaufzweiter mit 8,24 Sekunden ins Finale, das er mit 8,26 Sekunden als Dritter beendete.