Die Linke setzt sich für gebührenfreie Kitas ein

324
Dieser Artikel wird Ihnen präsentiert von
Yvonne Treptow, Ortsverbandssprecherin Die Linke in Schwarzenbek. Foto: privat

Schwarzenbek (pm). „Was mag wohl in den Köpfen junger Eltern in Schwarzenbek vorgehen, wenn sie an einem Tag in der Zeitung lesen, wie sich Frau Tschacher und Herr Schlie (beide CDU-Landtagsabgeordnete) damit brüsten, dass die Landesregierung zusätzliche Gelder für die Kindertagesstätten zur Verfügung stellt und am nächsten Tag erfahren, dass die Gebühren aber im kommenden Jahr auf satte 422 Euro erhöht werden sollen“, fragt sich Yvonne Treptow, Sprecherin der Schwarzenbeker Ortsgruppe der Linkspartei und Mitglied im Sozialausschuss des Kreistages. Nach Ansicht der Linken sei es skandalös, dass trotz guter Konjunktur und deutlichen Mehreinnahmen der Kommunen ausgerechnet junge Familien verstärkt zur Kasse gebeten würden. Damit blieben Kinder insbesondere für Alleinerziehende weiter ein Armutsrisiko.

Die Linke setze sich für eine kostenlose Bildung von der Kita bis zur Ausbildung oder zum Studium ein. Dass das keine unbezahlbaren Wunschträume seien, zeigten die Beispiele Berlin, Niedersachsen und Hessen, wo es bereits eine kostenlose Kinderbetreuung gebe.

Treptow: „Als Begründung wird dann gerne die so genannte ‚Schuldenbremse’ zitiert und dass mit den Mehreinnahmen zunächst die Haushaltsdefizite abgebaut werden müssen. Dabei sind die Kreditzinsen derzeit im Keller und die Steuereinnahmen auf einem Höchststand. Wann sollte man also in die Zukunft investieren, wenn nicht jetzt. Und Kinder sind unsere Zukunft. Gebührenfreie Kitaplätze sind ein wichtiges Mittel zur Verbesserung der Chancengleichheit. Während CDU, FDP und GRÜNE in den Rathäusern von sozialer Gerechtigkeit reden, blockiert die Jamaika-Koalition im Land die notwendigen Schritte in eine sozialere Richtung. Damit schafft man Politikverdrossenheit und spielt den Rattenfängern am rechten Rand in die Arme.“

Vorheriger ArtikelAuswirkungen der Energiewende: Wirtschaft im Norden positiv gestimmt
Nächster ArtikelFreies W-LAN für alle
Bei Pressemitteilungen handelt es sich nicht um eine neutrale beziehungsweise kritische Berichterstattung im klassischen journalistischen Sinne. Es sind in der Regel Texte von Parteien, Organisationen, Institutionen und Unternehmen und schildern oft nur eine Sicht der Dinge. Die Redaktion von Herzogtum direkt prüft Pressemitteilungen vor Veröffentlichung stets nach bestem Wissen und Gewissen. So werden unter anderem Superlative und nicht belegbare Behauptungen aus den Texten entfernt.