Eröffnung der Johannes-Brahms-Tage

701
Simon Reichert (Orgel) und Christopher Jung (Bariton). Foto: hfr
Dieser Artikel wird Ihnen präsentiert von

Ratzeburg (pm). Der Ratzeburger Dom eröffnet am Sonnabend, 27. Oktober 2018, um 18 Uhr mit einem Liederabend Johannes-Brahms-Tage, in deren Verlauf im November „Ein deutsches Requiem“ aufgeführt, eine Werkeinführung zu diesem großartigen Oratorium (in Verbindung mit einer Fassung für Klavier zu Händen) gegeben und im festlichen Gottesdienst am Totensonntag nochmals Werke von Brahms sowie von Max Reger auf dem musikalischen Programm stehen.

Der Liederabend wird durch den Bariton Christopher Jung, Gesangsprofessor an der Martin-Luther-Universität Halle, gestaltet. Sein Instrumentalpartner ist Simon Reichert, Organist an der gotischen Stiftskirche in Neustadt an der Weinstraße.

Auf der Suche nach geistlichen Kunstliedern für Stimme und Orgel stießen Christopher Jung und Simon Reichert auf feinsinnige Werke, die in ihrer Unterschiedlichkeit die Vielfalt klanglicher Ausdrucksmöglichkeiten der Kombination von Bariton und Orgel verdeutlichen. Die Werke ermöglichen eine tiefe Einsicht in die zerbrechlichen Zustände menschlichen Daseins, tiefen Glaubens und zweifelnden Fragens.

Werke von Johannes Brahms für Solo-Orgel bilden einen Rahmen, in den die Lieder eingebettet sind. Auf diese Weise ergänzen sich in Musik gegossene Worte und wortlos sprechende Musik zu einer einzigartigen klanglichen Ausdrucksform.

Die Orgelchoräle op. 122 posthum von Johannes Brahms sind keine Choralbearbeitungen im herkömmlichen Sinne. Vielmehr handelt es sich um sehr persönlich ausgewählte Charakterstücke, die eher vom Klavier her erdacht sind. Sie entstanden direkt nach dem Tod der Freundin Clara Schumann.

Max Regers am Ende des 19. Jahrhunderts entstandenen Lieder umreißen eine aufwühlende, unsichere Existenz, münden aber im Verlauf zuversichtlich und voller Sehnsucht in himmlischen Frieden und Trost.

Die Besonderheit der Orgellieder, welche Tilo Medek erschuf 1975/1984, liegt im vielfältigen Verhältnis, das die Orgel zum vertonten Text einnimmt. Neben der kompositorischen Auslegung der den Texten innewohnenden Bilder entwickelt das Instrument plötzlich eine Eigenständigkeit im Sinne eines Kommentars. Es treten Bilder hinzu, die wie eine Collage funktionieren.

Die Lieder von Jan Roelof Wolthuis (2017) sind Miniaturen auf Texte Angelus Silesius von 1653. Mit ihnen schließt sich der Kreis zu Johannes Brahms, den die Melodien des 17. Jahrhunderts zu seinen Kompositionen inspirierten.

Eintrittskarten zu 10 (ermäßigt 6) Euro sind an der Abendkasse ab 17.15 Uhr erhältlich. Der Vorverkauf für das Oratorium „Ein deutsches Requiem“ am 17. November findet in der Buchhandlung Weber (https://veranstaltungen.weber-buch-rz.de/) statt.

Vorheriger ArtikelImpfpässe gesucht – Impfwette feiert 5. Geburtstag
Nächster ArtikelSolo – Kleinkunstabend mit Detlef Romey
Bei Pressemitteilungen handelt es sich nicht um eine neutrale beziehungsweise kritische Berichterstattung im klassischen journalistischen Sinne. Es sind in der Regel Texte von Parteien, Organisationen, Institutionen und Unternehmen und schildern oft nur eine Sicht der Dinge. Die Redaktion von Herzogtum direkt prüft Pressemitteilungen vor Veröffentlichung stets nach bestem Wissen und Gewissen. So werden unter anderem Superlative und nicht belegbare Behauptungen aus den Texten entfernt.