Ausstellung ‚Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen‘ im BBZ Mölln

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Jasmin König bei der Eröffnung der Ausstellung. Foto: BBZ Mölln
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Mölln (pm). Die beste Strategie gegen Rechtsextremismus ist die Stärkung der Demokratie. Denn auch wenn es manchmal so scheint, als sei Demokratie eine Selbstverständlichkeit, muss fortwährend um sie gekämpft werden, um sie zu erhalten. Dabei kommt dem präventiven Ansatz eine besondere Bedeutung zu.

Dies hat sich die Friedrich-Ebert-Stiftung mit der Ausstellung „Demokratie stärken –Rechtsextremismus bekämpfen“, die am Montag (10. September 2018) im Berufsbildungszentrum Mölln eröffnet wurde, zur Aufgabe gemacht. Für einen Zeitraum von drei Wochen können Besucherinnen und Besucher in der Aula des BBZ Mölln auf 16 Schautafeln den Fragen nachgehen, was Demokratie eigentlich ist, wie man sie stärken kann, warum Rechtsextremismus so gefährlich ist für die Demokratie und welche Facetten der Rechtsextremismus aufweist.

Friedrich Ebert habe erkannt, dass Demokraten zu Demokraten ausgebildet werden müssen, so Jasmin König von der Friedrich-Ebert-Stiftung in ihrem Grußwort zur Ausstellungseröffnung. Dies sei Eberts Ansporn gewesen, die nach ihm benannte Stiftung zu begründen und insbesondere junge Menschen für die Demokratie zu begeistern. Denn nur wo Demokratie stark sei, sei Rechtsextremismus schwach, so König weiter. Dass die Ausstellung im BBZ Mölln gezeigt werde, sei ein Signal, dass hier Menschen bereits aktiv sind.

Laut Studien der Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt sich seit mehr als zehn Jahren, dass rechtsextremistische Einstellungen in die Mitte der Gesellschaft vordringen. Insbesondere, so stellen die Forscher fest, finden ausländerfeindliche Äußerungen eine breite Zustimmung in der Bevölkerung. Eine Schautafel befasst sich mit rechtsextremen Aktivitäten in Schleswig-Holstein, die, wie alle weiteren Tafeln der Ausstellung, von fachkundigen Schülerinnen und Schülern, sogenannten Peer-Guides, erläutert wird. Dies ist ganz im Sinne der pädagogischen Konzeption der Ausstellung durch die Friedrich-Ebert-Stiftung, die eine eigenständige Realisierung der Ausstellungsbegleitung ausdrücklich für wünschenswert hält.

Die Ausstellung in der Aula des BBZ Mölln ist für Gäste von Montag bis Freitag in der Zeit von 7.30 bis 18 Uhr frei zugänglich. Interessierte Lehrkräfte anderer Schulen können mit ihren Klassen Führungen erhalten. Anmeldung hierzu über die Schulsozialarbeit des BBZ Mölln, axel.michaelis@bbzmoelln.de oder 0151 / 55141037.