Ratzeburger Delegation besucht Verbrüderungstreffen in Châtillon-sur-Seine

548
Wiedersehen in Châtillon-sur-Seine - Châtillons Bürgermeister Hubert Brigant empfängt zusammen mit der Präsidentin des Verbrüderungskomitees, Chantal Heuret (Bildmitte), die Gäste aus Esneux-Tilff, Walcourt und Ratzeburg Foto: Alexander Spangenberg
Dieser Artikel wird Ihnen präsentiert von

Ratzeburg (pm). Rund 60 Ratzeburger reisten am vergangenen Wochenende zum diesjährigen Verbrüderungstreffen nach Châtillon-sur-Seine in Frankreich. Darunter waren etwa 50 Feuerwehrleute, allein 24 aus der Jugendfeuerwehr. Bürgermeister Rainer Voß äußerte sich erfreut über das große Interesse dieser Jugendlichen und darüber, dass die Kontakte zur Jugendfeuerwehr in Châtillon schon so lange bestehen und regelmäßig Begegnungen stattfinden. Auch aus den belgischen Partnerstädten Esneux-Tilff und Walcourt waren Gäste angereist. Die Wiedersehensfreude war auf allen Seiten groß und mit den Belgiern freuten sich alle über den dritten Platz bei der Fußball-WM.

Die französischen Gastgeber hatten ein umfangreiches und attraktives Programm vorbereitet, das schon am Freitag mit einen Umzug durch die Stadt begann. Vertreter der Partnerstädte, der Feuerwehren sowie zahlreiche Bewohner der Stadt, dabei viele Kinder mit Laternen, folgten dabei dem Spielmannszug „La Lyre“ aus Châtillon. Nach Einbruch der Dunkelheit sahen alle begeistert das beeindruckende Feuerwerk, das traditionell am Vorabend des Nationalfeiertags stattfindet. Anschließend gab es noch Musik und Tanz im Feuerwehrstützpunkt.

Am Sonnabend, nach einem Umzug mit den Feuerwehren und den „Marcheurs“ aus Walcourt, legten die Vertreter der Städte am Denkmal für Europa Kränze nieder. Am Nachmittag konnte man ein Weingut besuchen, das den berühmten Crémant herstellt, die burgundische Entsprechung zum Champagner aus der Nachbarregion. Es gab eine informative Führung über die Arbeit am Weinberg, eine fachkundige Erläuterung in einem Garten mit Dutzenden von Weinstöcken verschiedener Traubensorten und natürlich eine Verkostung. Alternativ wurde ein Ausflug zur Abtei Fontenay, einer großen ehemaligen Zisterzienser-Abtei aus dem 12. Jahrhundert und heute UNESCO-Welterbe, angeboten.

Verbrüderungstreffen in Châtillon-sur-Seine – Dem traditionellen Umzug durch die Stadt. Foto: Alexander Spangenberg

Am Abend folgte schließlich das offizielle Festessen mit Musik und Tanz. Bürgermeister Rainer Voß betonte in seinem Grußwort die Bedeutung solcher internationaler Begegnungen für Europa angesichts eines wieder aufkommenden Nationalismus. Er zeigte sich erfreut über die dauerhafte Beziehung zwischen den beiden Jugendfeuerwehren und äußerte sich zuversichtlich, dass die junge Generation die Städtepartnerschaft fortführen wird.

Der Sonntag begann mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kirche St. Vorles. Die Grundmauern dieser Kirche auf dem Berg der Altstadt von Châtillon sind mehr als 1000 Jahre alt. Zum Abschluss konnten die Gäste im Garten des Rathauses bei einem Markt regionale Spezialitäten genießen, neben Wein und Crémant auch Würste, Honig, Obst oder Eis.

Das Endspiel der Fußball-WM fand leider erst am späten Nachmittag statt, als die Verbrüderungsfeier beendet war, sonst hätte man es gemeinsam anschauen und jubeln können wie vor vier Jahren. Das „Daumen drücken“ für die französischen Freunde auf der Rückfahrt half allerdings trotzdem.

Das nächste Verbrüderungstreffen findet vom 19. bis 21. Juli 2019 in Esneux in Belgien statt.