Höher, schneller, weiter – eine Sache des Gehirns

Lehrkräfte des Kreises Herzogtum Lauenburg starten mit der Life-Kinetik-Schulcoach-Ausbildung in das neue Schuljahr 2018/19

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Teilnehmer der Life-Kinetik-Schulcoach-Ausbildung an der Till-Eulenspiegel-Schule Mölln. Foto: hfr
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Mölln (pm). Jeder nutzt sein Gehirn, so gut wie er kann. Aber einige können es besser als andere. Und das ist oft Ergebnis eines guten Trainings. ‚Life Kinetik‘ ist eine Methode das Gehirn zu trainieren. Das wissen nicht nur Spitzensportler. Jetzt wurde auch für Schulen ein geeignetes Trainingskonzept entwickelt, das im neuen Schuljahr in einigen Schulen im Kreis Herzogtum Lauenburg jetzt erfolgreich eingesetzt werden kann.

Die VIACTIV Krankenkasse kooperierte mit der Kreisschulsportbeauftragten Dany Rühe und bildete 27 Schulcoaches in Sachen Life Kinetik in Mölln aus. In einem dreitägigen Seminar wurden den teilnehmenden Lehrkräften die Möglichkeiten und Inhalte von Life Kinetik vermittelt. Horst Lutz, der aus München anreiste und die Ausbildung in Mölln durchführte, sieht den einfachsten Einsatz von Life Kinetik in der täglichen 10-Minuten-Bewegungspause im Klassenzimmer und stellt sich so die Zukunft der Schule vor.

„Ziel von Life Kinetik ist nicht Sudokus schneller zu lösen oder bei Stadt-Land-Fluss zu jedem Buchstaben eine Lösung parat zu haben“, erläutert Saskia Müller, Fachberaterin für BGM und Prävention der VIACTIV Krankenkasse in Lübeck. „Life Kinetik trainiert die grauen Zellen sich schneller zu organisieren. So ist man konzentrierter, trifft auch unter Stress schnellere und bessere Entscheidungen. Das ist gerade in der Schule mit ihren vielfältigen Anforderungen für Schüler und Lehrer wichtig.“

„Was unser Gehirn an Leistungsfähigkeit bietet, nutzen wir nur zu einem Bruchteil aus – das meiste bleibt ungenutzt“, weiß Dany Rühe, selbst Mitorganisatorin und Teilnehmerin der Ausbildung und Lehrerin an der Till-Eulenspiegel-Schule Mölln, zu berichten. „Bei Life Kinetik geht es darum, die ‚schlummernden‘ Reserven zu wecken und nutzbar zu machen. Je mehr Vernetzungen im Gehirn angelegt sind, desto höher sind Leistungsfähigkeit, Flexibilität und Verarbeitungsgeschwindigkeit des Gehirns“, so Horst Lutz zu den Lehrkräften.

Die Trainingssequenzen werden den Kindern im neuen Schuljahr sichtbar Spaß machen. Sie umfassen zum Beispiel Übungen zum schnellen Bewegungswechsel, zum Verknüpfen verschiedener Bewegungsaufgaben oder zu Bewegungsabläufen, die mit kognitiven Aufgaben kombiniert werden. Spitzensportler nutzen die Methode schon lange, um ihr Leistungspotenzial zu verbessern. Mit dem Einsatz von den Life-Kinetik-Übungen im neuen Schuljahr hoffen alle 27 Lehrkräfte, dass die Kinder kreativer, die Schüler konzentrierter und die Lehrer stressresistenter werden. Die VIACTIV Krankenkasse ist von der Methode überzeugt und unterstützt daher Einrichtungen, die Life Kinetik kennen lernen und anwenden wollen.