Grenzenlos: Die Bürgerstiftung Ratzeburg lud zur ‚Ratzeburger Klassenfahrt‘

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An der Station „Australien“ wurden Flöße gebaut und unter Aufsicht der DLRG ausprobiert. Foto: hfr
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Ratzeburg (pm). Die Schüler aller sechsten Klassen aller Ratzeburger Schulen, Förderzentrum, Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen (GLS) und Lauenburgische Gelehrtenschule (LG), fuhren auf Einladung der Bürgerstiftung Ratzeburg gemeinsam zur „Ratzeburger Klassenfahrt“. Was von außen wie ein Sommervergnügen kurz vor den großen Ferien aussieht hat einen tiefen pädagogischen Hintergrund:

Durch eine wiederholte Durchmischung aller Schüler unabhängig von Nationalität, Hautfarbe, sozialem Hintergrund oder Schultyp werden die Kinder zwei Tage lang mehrfach aus ihrer Komfortzone gelockt. Sie werden vor die Herausforderung gestellt, sich mit immer neuen Gleichaltrigen zu einer Gruppe zusammenzufinden und damit Respekt und Akzeptanz voreinander, Vertrauen zueinander und soziale Kompetenz für sich zu entwickeln. So erleben sie zwei Tage Gemeinsamkeit ohne die faktischen Grenzen einer modernen Gesellschaft.

Zum Abschluss tanzen die 240 Jugendliche gemeinschaftlich einen zuvor in Gruppenarbeit einstudierten Volkstanz. Foto: hfr

Betreut werden die Kinder von Lehrern der beteiligten Schulen, den jeweiligen Schulsozialarbeitern, einem zwölfköpfigen Team Erlebnispädagogen des Lübecker Vereins EXEO sowie Schülern der Klassenstufe 9 der GLS beziehungseise 10 der LG.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass die Kollegien der Schulen unsere Idee aufgegriffen und zu ihrem Projekt gemacht haben“, berichtet die seitens der Bürgerstiftung für das Projekt verantwortliche Sandra Uhthoff. Aber nicht nur die Lehrer sind für das Gelingen verantwortlich. Um das Mammutprojekt zu stemmen sind viele helfende Hände nötig. Vom Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow, das mit seinem engagierten Team zuverlässig die Verpflegung übernimmt, über die DLRG, die von ihrem neuen Rettungsboot aus darauf achtet, dass auf den selbstgebauten Flößen kein Kind in Seenot gerät, bis hin zu vielen Eltern und freiwilligen Helfern, die die Himmelswiese bei Einhaus für eine Nacht in eine große Zeltstadt verwandeln.

Die Kooperationsspiele fordern den Jugendlichen viel Geduld ab und fördern damit die Teamfähigkeit in besonderem Maße. Foto: hfr

„Es steckt wirklich viel Arbeit dahinter. Aber wenn sich zum Abschluss 240 Teenager zum Volkstanz auf der großen Wiese einfinden und ohne Berührungsängste alle miteinander tanzen, weiß man, dass es sich gelohnt hat“, freut sich Barbara Stellingwerf, die als Schulsozialarbeiterin der Gemeinschaftsschule ebenfalls viel zum Gelingen beiträgt.