Was ist passiert?
Am 21. Oktober 2026 erschütterte eine der schwerwiegendsten IT-Sicherheitslücken der vergangenen Jahre das Internet. Betroffen war nicht irgendein einzelnes Programm, sondern PHP – die Programmiersprache, auf der schätzungsweise 70 Prozent aller Websites weltweit laufen. PHP ist quasi das „Rückgrat des Internets“: Von kleinen Vereinsseiten über Online-Shops bis zu großen Nachrichtenseiten – fast überall läuft im Hintergrund PHP, oft ohne dass Betreiber es überhaupt wissen, etwa weil ihre Website auf einem Content-Management-System wie WordPress, Drupal oder Joomla basiert.
Die Schwachstelle, die von Sicherheitsforschern des Unternehmens Wiz mithilfe von Künstlicher Intelligenz entdeckt wurde, trägt die Bezeichnungen CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619. Beide wurden mit der höchsten Warnstufe eingestuft (CVSS 4.0: 9.2 von 10). Sie ermöglichten Angreifern, ohne Passwort oder Anmeldung beliebigen Code auf betroffenen Webservern auszuführen – im schlimmsten Fall also die komplette Kontrolle über eine Website zu übernehmen.
Warum war die Aufregung so groß?
Das Besondere an dieser Lücke: Sie saß nicht in einer einzelnen fehlerhaften Anwendung, sondern im Herzen der Programmiersprache selbst. Dadurch waren praktisch alle Websites und Webanwendungen betroffen, die auf PHP laufen – unabhängig davon, wie sorgfältig sie sonst gepflegt wurden.
Die Reaktion war entsprechend: Behörden auf der ganzen Welt – darunter das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), die US-Behörde CISA und der britische Geheimdienst NSA – riefen zur sofortigen Installation des Sicherheitsupdates auf. Weltweit nahmen Unternehmen und Regierungsbehörden vorsorglich ihre Websites vom Netz. Auch in Deutschland waren unter anderem Auftritte von Bundesministerien vorübergehend offline.
Die Angst: Nach Veröffentlichung des Updates hätte die Lücke mithilfe von KI sehr schnell nachvollzogen und massenhaft ausgenutzt werden können. Nach aktuellem Stand sind aber bislang keine erfolgreichen Angriffe gemeldet – offenbar haben die meisten Betreiber rechtzeitig reagiert.
Herzogtum direkt war selbst Ziel eines Angriffs
Auch wir müssen offen damit umgehen: Im Zuge dieser Sicherheitslücke wurde Herzogtum direkt das Ziel eines Hackerangriffs. Angriffe dieser Art lassen sich leider nie vollständig ausschließen, wenn eine Schwachstelle von solcher Tragweite besteht.
Unsere IT-Abteilung hat umgehend gehandelt und die Sicherheitslücke geschlossen. Damit unsere Seite wieder sicher und vertrauenswürdig erreichbar ist, mussten wir jedoch eine unangenehme Maßnahme ergreifen: Die Seite wurde auf den Stand vom 18. Oktober 2026 zurückgesetzt.
„Leider musste die gesamte Seite dafür auf den Stand vom 18.10.2026 zurückgesetzt werden. Wir arbeiten gerade unter Hochdruck daran, die verlorengegangenen Artikel wieder herzustellen“, sagt Herausgeber Andreas Anders.
Was heißt das konkret für Sie?
Artikel und Inhalte, die zwischen dem 18. und 24. Oktober 2026 veröffentlicht wurden, sind vorübergehend nicht sichtbar. Wir stellen die verlorenen Inhalte Schritt für Schritt wieder her – bitte haben Sie etwas Geduld.
Wir empfehlen allen Leserinnen und Lesern – wie generell nach solchen Vorfällen – die üblichen Vorsichtsmaßnahmen:
Passwörter regelmäßig ändern – vor allem, wenn Sie dasselbe Passwort auf mehreren Seiten verwenden.
Vorsicht bei Downloads und E-Mails: Manipulierte Websites können genutzt werden, um Schadsoftware zu verbreiten.
Kontaktieren Sie uns nicht über ungeprüfte Links, wenn Sie Fragen haben – nutzen Sie die bekannten offiziellen Kanäle.
Was können Website-Betrereiber selbst tun?
Falls Sie selbst eine Website, einen Blog oder einen Online-Shop betreiben – auch „unbewusst“ über ein CMS wie WordPress –, sollten Sie jetzt handeln:
PHP-Version prüfen: Installieren Sie die aktuellen Sicherheitsversionen (8.5.12, 8.4.27, 8.3.36 oder 8.2.35).
Systeme neu starten: Nach dem Update müssen Webserver-Dienste wirklich neu gestartet werden.
Systeme prüfen: Lassen Sie Ihre Installation auf Auffälligkeiten kontrollieren – auch wenn Sie keine Anzeichen eines Angriffs sehen.
Weitere Lücken beachten: Am 23. Oktober wurde eine zusätzliche PHP-Schwachstelle (CVE-2026-115560) offengelegt. Bleiben Sie also wachsam und updaten Sie auch in den kommenden Wochen zeitnah.
Wir bedanken uns für Ihr Vertrauen und Ihre Geduld.












