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Titel Herzogtum Lauenburg

SPD Landtagskandidatin Cira Ahmad: Azubiwerk muss Wohnen und Mobilität zusammendenken

von Pressemitteilung
September 27, 2026
SPD Landtagskandidatin Cira Ahmad: Azubiwerk muss Wohnen und Mobilität zusammendenken

Cira Ahmad SPD Landtagskandidatin und Kreisvorsitzende. Foto: hfr

Herzogtum Lauenburg (pm). Nach der Debatte im Schleswig-Holsteinischen Landtag über das geplante Azubiwerk spricht sich Cira Ahmad, SPD-Landtagskandidatin und Kreisvorsitzende der SPD Herzogtum Lauenburg, für eine stärkere Unterstützung von Auszubildenden aus. Bei der weiteren Ausgestaltung müssten jedoch die unterschiedlichen Bedingungen in den Regionen berücksichtigt werden. Gerade in den Flächenkreisen dürfe neben bezahlbarem Wohnraum insbesondere die Mobilität nicht aus dem Blick geraten.

„Die Idee eines Azubiwerks finde ich grundsätzlich richtig. Berufliche und akademische Bildung müssen gleichwertig behandelt werden. Aber Unterstützung für Auszubildende bedeutet nicht nur günstigen Wohnraum. Es bedeutet auch, dass junge Menschen ihren Ausbildungsbetrieb und ihre Berufsschule zuverlässig und bezahlbar erreichen können.“

Für das geplante Azubiwerk sollen perspektivisch bis zu sieben Millionen Euro jährlich zur Verfügung stehen. Gleichzeitig haben Industrie und Handelskammern sowie Handwerkskammern die derzeit diskutierte Ausgestaltung kritisiert. An ihren Befragungen beteiligten sich knapp 4.000 Auszubildende. Ein zentrales Ergebnis: Mobilität und die Erreichbarkeit von Berufsschulen gehören zu den besonders drängenden Herausforderungen.

„Diese Rückmeldungen dürfen wir nicht ignorieren. Gerade bei uns im Herzogtum Lauenburg erleben junge Menschen heute schon, wie schwierig Mobilität im ländlichen Raum sein kann. Wenn Bus und Bahn nicht ausreichend fahren oder die Berufsschule nur mit langen Fahrzeiten erreichbar ist, wird Ausbildung unnötig erschwert. Die Debatte um das Azubiwerk zeigt deshalb auch, dass wir bei Verkehr und Mobilität weiterhin eine große Baustelle haben.“

Aus Sicht von Cira Ahmad müsse deshalb neben der Debatte über Wohnraum auch die finanzielle Belastung durch Mobilität stärker berücksichtigt werden. Die SPD Schleswig Holstein setzt sich bereits seit Längerem für ein vergünstigtes Ticket für Auszubildende ein und fordert bessere Bedingungen für junge Menschen im öffentlichen Nahverkehr.

„Ein Azubi Ticket wäre hier ein ganz konkreter Baustein. Denn es hilft wenig, wenn wir auf der einen Seite bezahlbaren Wohnraum schaffen, junge Menschen auf der anderen Seite aber weiterhin viel Geld und Zeit dafür aufbringen müssen, überhaupt zu ihrem Ausbildungsbetrieb oder zur Berufsschule zu kommen. Gerade im ländlichen Raum müssen gute Verbindungen und bezahlbare Tickets zusammengehören.“

Bereits in diesem Monat hatte die SPD Herzogtum Lauenburg zu einem Runden Tisch zum Thema Azubiwohnen eingeladen. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Handwerk, Tourismus und Bildung wurde über die Situation im Kreis, bestehende Bedarfe und mögliche Lösungen gesprochen.

„Uns war wichtig, diejenigen an einen Tisch zu holen, die die Situation vor Ort kennen. Dabei zeigt sich: Es gibt nicht die eine Lösung für das ganze Land. Stadt und ländlicher Raum haben unterschiedliche Voraussetzungen und brauchen deshalb auch unterschiedliche Antworten“, so Cira Ahmad.

Sie fordert, bei der weiteren Ausgestaltung des Azubiwerks Wohnen und Mobilität stärker miteinander zu verbinden.

„Bis zu sieben Millionen Euro jährlich eröffnen Gestaltungsspielraum. Ein Azubiwerk kann eine wichtige Rolle übernehmen. Gleichzeitig sollten wir prüfen, wie die Mittel möglichst wirksam bei den Auszubildenden ankommen. Dazu gehören regionale Wohnangebote genauso wie bessere Mobilität, günstige Tickets und eine verlässliche Erreichbarkeit von Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen.“

Auch beim Wohnen müsse stärker über dezentrale Lösungen nachgedacht werden.

„Bezahlbarer Wohnraum für Auszubildende bleibt wichtig. Aber gerade im ländlichen Raum muss die Antwort nicht immer ein großer neuer Wohnheimkomplex auf der grünen Wiese sein. Denkbar sind kleinere Azubiwohnungen, Kooperationen mit Wohnungsunternehmen und Genossenschaften, die Nutzung bestehender Gebäude oder neue gemeinschaftliche Wohnformen.“

Für die Landtagskandidatin müsse die weitere Entwicklung des Azubiwerks an den tatsächlichen Bedürfnissen der Auszubildenden ausgerichtet werden. „Am Ende muss entscheidend sein, was jungen Menschen den Weg in eine Ausbildung erleichtert. Wer keinen bezahlbaren Wohnraum findet, braucht Unterstützung beim Wohnen. Wer morgens kaum zur Berufsschule oder zum Betrieb kommt, braucht bessere Mobilität. Deshalb müssen wir beides zusammendenken.“

Abschließend betont Cira Ahmad, dass bei der weiteren Ausgestaltung insbesondere der ländliche Raum nicht vergessen werden dürfe.

„Ein Azubiwerk darf am Ende nicht nur in den großen Städten sichtbar sein. Auch junge Menschen in Mölln, Ratzeburg, Büchen und unseren kleineren Gemeinden haben Anspruch auf gute Bedingungen für ihre Ausbildung. Gerade deshalb muss das Azubiwerk so ausgestaltet werden, dass auch die Flächenkreise und der ländliche Raum spürbar davon profitieren.“

Tags: bezahlbarer WohnraumSPDWohnen

Pressemitteilung

Bei Pressemitteilungen handelt es sich nicht um eine neutrale beziehungsweise kritische Berichterstattung im klassischen journalistischen Sinne. Es sind in der Regel Texte von Parteien, Organisationen, Institutionen und Unternehmen und schildern oft nur eine Sicht der Dinge. Die Redaktion von Herzogtum direkt prüft Pressemitteilungen vor Veröffentlichung stets nach bestem Wissen und Gewissen. So werden unter anderem Superlative und nicht belegbare Behauptungen aus den Texten entfernt.

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