Lauenburg (pm). Der Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin am vergangenen Sonnabend löste auch in Lauenburg große Bestürzung aus. Die Lauenburger SPD verurteilt den Angriff auf die queere Community in Berlin und ganz Deutschland: „Lauenburg ist nicht Berlin. Aber auch hier stehen wir für ein offenes, ein tolerantes Miteinander, für gegenseitigen Respekt und für die Sicherheit, dass unterschiedliche Lebensentwürfe Platz haben und wertgeschätzt werden“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Immo Braune. Er macht deutlich: „Unsere tiefe Anteilnahme, unser Mitgefühl und unsere Gedanken sind bei den Opfern, den Angehörigen und allen Menschen, die von dieser Tat betroffen sind.“
Für die Lauenburger Genossen ist klar, dass Sichtbarkeit auch Sicherheit schafft. Braune weiter: „Terror wie der in Berlin will uns Sicherheit nehmen. Statt uns zu verstecken, müssen wir aber laut sein und auf die Straße gehen – dafür, dass wir füreinander einstehen, unabhängig von Geschlecht, Alter, Beeinträchtigung, Hautfarbe, Religion, sexueller Orientierung oder Identität – einfach für gegenseitigen Respekt und Akzeptanz.“
Die Sozialdemokraten begrüßen dabei auch ausdrücklich die Beflaggung auf halbmast, die Innenministerin Finke für den 27. Juli angeordnet hat. „Wir hätten uns gewünscht, wenn dabei auch die Regenbogenflagge in Lauenburg als Zeichen der Solidarität gehisst worden wäre – der Angriff galt in erster Linie den queeren Menschen auf der Straße, die dafür eingetreten sind, frei leben zu dürfen“, ergänzt der Fraktionsvorsitzende. Für Braune gilt: Flagge zeigen heißt Haltung zeigen. Für ihn geht das am besten auf einem der kommenden CSDs: In Hamburg findet er kommenden Samstag, 01.08., statt, in Mölln am 08.08. eine Woche später und in Lübeck am 15.08.
Dabei kann Lauenburg aus Sicht der SPD als gutes Beispiel vorangehen: Hier leben Menschen unterschiedlicher Herkunft und Weltanschauung friedlich miteinander. „Dass Vielfalt Mehrwert für die Gesellschaft bedeutet, zeigt sich in unserer Stadt ganz deutlich. Ob beim Fest der Kulturen an der Weingartenschule, dem Internationalen Kinderfest im Fürstengarten oder der Kermes der türkisch-islamischen Gemeinde. Immer wieder kommen Menschen in Lauenburg zusammen und feiern die Unterschiede und Gemeinsamkeiten“, freut sich Braune abschließend.











