Herzogtum Lauenburg (pm). Stolze Chefs und glückliche Auszubildende: Die Industrie- und Handelskammer zu Lübeck (IHK) hat die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg mit dem Preis IHK-TOP-Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet. IHK-Präses Thomas Buhck und IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning übergaben am Sitz der Sparkasse in Mölln dem Vorstandsvorsitzenden Udo Schlünsen eine Urkunde und eine Plakette. „Nur fünf Unternehmen unseres IHK-Bezirks erhalten diese begehrte Auszeichnung pro Jahr“, sagte Schöning. „Die Plakette zeigt direkt am Unternehmenseingang, dass hier ein exzellenter Ausbildungsbetrieb betreten wird.“ Zusätzlich erhielt die Sparkasse Banner und ein Roll-Up-Display im Look der bundesweiten Kampagne zur Stärkung der dualen Ausbildung, um so gemeinsam mit der IHK und weiteren Ausbildungsbetrieben für die Ausbildung zu werben.
Die IHK hatte die Kreissparkasse für den Preis ausgewählt, da sie besonders praxisorientier, besonders strukturiert und von herausragender Qualität ausbilde. Zudem stelle die Kreissparkasse seit Jahren durchgehend Ausbildungsbotschafter, die in den Schulen der Region für die Duale Ausbildung werben. „Dieses Werben für die Ausbildung ist richtig und wichtig. Denn die duale Ausbildung ist der beste Start in eine erfolgreiche Berufskarriere“, betonte Schöning. Im Optimalfall starte man am 1. August in die Ausbildung, aber auch danach sei dies noch möglich.
„Die Kreissparkasse lebt das Leben, das man selbst lebt, auch mit“ sagte IHK-Präses Thomas Buhck. „Sie ist ein Arbeitgeber, der sich der Region verschrieben hat. Und als TOP-Ausbildungsbetrieb ist sie ein Garant dafür, dass attraktive Arbeitsplätze in der Region entstehen und Fachkräfte hier vor Ort bleiben.“ Sparkassen-Chef Schlünsen dankte den Ausbildungsbeauftragten und den Auszubildenden für ihre Team-Leistung. Ziel der Ausbildung bei der Sparkasse, sei immer die Übernahme der Auszubildenden im Anschluss – und das gelänge trotz der fordernden Ausbildung in den meisten Fällen. Daher sei die Ausbildung eine Win-Win-Situation für die Auszubildenden und das Unternehmen.
Im Anschluss an die Preisverleihung besuchten Buhck und Schöning weitere Unternehmen im Kreis Herzogtum Lauenburg, um direkt vor Ort zu erfahren, an welcher Stelle bei Politik und Verwaltung die IHK den Unternehmen helfen kann, noch erfolgreicher zu wirtschaften.
An der CSN-Solutions GmbH im ländlichen Gudower Ortsteil Kehrsen hängen mehr als 34.000 Arbeitsplätze – zumindest was die IT-Umgebung angeht. Erst vergangenes Jahr hat Inhaber Stephan Rakowski das Rechenzentrum des IT-Dienstleisters um zwei Neubauten erweitert. Rund 75 sogenannte Racks in mehr als zwei Meter hohen Serverschränken stehen jetzt nicht mehr nur in einem mehr als 150 Jahre alten Haus, sondern auch in den modernen Holzrahmenhäusern. Während kleinere Unternehmen vor allem die Server der CSN-Solutions in Anspruch nehmen, stehen in Kehrsen auch die Server größerer Unternehmen als ausgelagerte IT-Abteilung.
Die Kunden kommen laut Rakowski aus dem gesamten Mittelstand der Wirtschaft. Vor allem die erhöhte Sicherheit und die geringeren Kosten im Vergleich zu Servern im eigenen Unternehmen seien die Argumente, um auf CSN-Solutions zurückzugreifen. Die IT-Kosten für die Kunden seien besser skalierbar.
Buhck und Schöning zeigten sich beeindruckt vom Unternehmergeist des in Kehrsen verwurzelten Unternehmers, der ehrenamtlich auch in der Gudower Gemeindevertretung engagiert ist. „Mit viel Pragmatismus und Gestaltungswillen werden hier hochwertige Arbeitsplätze für Fachkräfte geschaffen und gehalten“, lobte Schöning.

Beeindruckend war auch der Besuch der Gludan GmbH in Büchen. Das zur dänischen Gludan Gruppen A/S gehörende Unternehmen produziert wasserbasierte, lösungsmittelfreie und hochwertige Klebstoffe aller Art für Verpackung, Bau und Industrie. Der Standort verfügt über eine riesige Produktionshalle, ein Labor, eine Werkstatt und eine Waschhalle für IBC-Kanister. Dabei wird viel Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Das Unternehmen nutzt für die Herstellung der Klebstoffe selbsterzeugte Solarenergie und aufbereitetes Abwasser. Erst kürzlich hat der Betrieb in große Sammeltanks für Regenwasser investiert, um nachhaltiger zu werden. Eine Maßnahme, für die es keinerlei Fördermöglichkeiten gibt, wie Geschäftsführer Markus Huger im Gespräch mit Schöning und Buhck bedauert. Schöning lobte das Unternehmen als Vorzeigebetrieb und versprach, das Thema Fördermaßnahmen aufzugreifen.
Dafür habe man bei der Personalgewinnung kaum Probleme. Das umweltfreundliche Image und die Nähe zu Hamburg bieten attraktive Arbeitsbedingungen. 38 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen. Lediglich für das Labor gestalte sich die Personalsuche schwierig.











