Ratzeburg (gb/pm). Die für heute, den 1. Juni 2026, geplante Eröffnung der Ratzeburger »Seebadeanstalt Schlosswiese« muss leider verschoben werden. Die Verantwortung der Stadtverwaltung für die Sicherheit der Badegäste steht hier an erster Stelle.
Bei einer gründlichen Prüfung der Badebereiche hat die Verwaltung festgestellt, dass der Seegrund am Strandufer durch die durchgeführten Bauarbeiten so stark beeinträchtigt wurde, dass dort eine akute Gefahr des Einsinkens besteht. Dieser Befund wurde auch durch die abschließende Reinigung des Strandbereichs am Übergang zum Badebereich durch eine Fachfirma bestätigt. Um die Sicherheit aller Besucher zu gewährleisten, kann die Badeanstalt trotz baulicher Fertigstellung noch nicht geöffnet werden. Der Seegrund muss sich zunächst in einem natürlichen Prozess wieder setzen. Die Stadtverwaltung prüft jedoch aktiv technische Lösungen, um die Gefahr des Einsinkens in ausgewiesenen Bereichen zu minimieren und so den Schutz der Badegäste zu sichern.
Ein weiterer Grund für die Verzögerung ist die noch nicht abschließend geklärte Situation der notwendigen Badeaufsicht. Auf Basis eines Gutachtens und der geltenden Richtlinien wurde die Aufsicht an eine externe Firma vergeben. Aktuell laufen intensive Gespräche mit dem Auftragnehmer, um sicherzustellen, dass alle gesetzlichen Nachweispflichten erfüllt werden. Zudem muss noch eine kombinierte Rettungsübung der Aufsichtskräfte direkt am Naturbad durchgeführt werden. Erst wenn diese Maßnahmen abgeschlossen sind und die Badleitung gemeinsam mit der Verwaltung die Sicherheit bestätigt, kann über eine Öffnung entschieden werden.
Die Stadtverwaltung arbeitet mit Hochdruck daran, alle offenen Fragen zu klären, und strebt an, die Badeanstalt pünktlich zu Beginn der Sommerferien zu eröffnen – immer unter der Prämisse, dass der Badespaß für alle Gäste gefährdungsfrei möglich ist.











