Ratzeburg/Bäk (pm). Wo heute ein idyllisches, artenreiches Tal zum Spaziergang einlädt, pulsierte im Spätmittelalter ein reges industrielles Zentrum: das Kupfermühlental bei Bäk. Am Sonnabend, 9. Mai 2026, laden die zertifizierten Natur- und Landschaftsführerinnen Gesine Biller und Ute Thode um 14 Uhr zu einer geführten Wanderung ein. Auf einer etwa 3,5 Kilometer langen Route entlang des Baches Bäk nehmen sie Interessierte mit auf eine Zeitreise – von der mittelalterlichen Mühlenlandschaft bis zum heutigen ökologischen Kleinod.
Der kleine Bach, der den Mechower See entwässert, überwindet auf seinem Weg zum Ratzeburger See 27 Höhenmeter. Diese natürliche Energiequelle wurde bereits im 14. Jahrhundert genutzt. Die Mühlen dienten damals vielfältigen handwerklichen und industriellen Zwecken. Im 16. Jahrhundert erlebte das Kupfermühlental seine industrielle Blütezeit, als hier zeitweise acht Mühlen in Betrieb waren – die erste wurde 1363 erstmals urkundlich erwähnt.
Themen der Führung
Die Teilnehmenden erfahren mehr über die vielfältige Nutzung der Mühlen: Was wurde hier verarbeitet? Wo befanden sich die weiteren Mühlen? Und wo finden sich heute noch Zeugen alter Findlingsmauern im Wald, die von der regen Mühlengeschichte erzählen?

Gesine Biller, die im Wald an der Bäk aufgewachsen ist, teilt persönliche Erinnerungen und schildert, wie sich das Tal über die Jahrzehnte verändert hat. Ute Thode aus der Gemeinschaft WandelGut in Mechow gibt Einblicke in neue Wege gemeinschaftlichen Lebens und nachhaltiger Zukunftsgestaltung.
Praktische Informationen
- Länge: ca. 3,5 km (nicht barrierefrei)
- Dauer: ca. 2,5 Stunden
- Treffpunkt: Parkplatz am Mühlenweg in Bäk
- Kosten: 12 Euro pro Person
- Empfehlung: Festes Schuhwerk und wettergerechte Kleidung
- Anmeldung: ute.thode@gmx.de | Tel. 0157 5873 6511
Eine Wanderung für alle, die Natur erleben, Geschichte entdecken und Visionen für die Zukunft teilen möchten.









