Herzogtum Lauenburg (pm). Der Krankenstand ist im Herzogtum Lauenburg rückläufig. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsbericht der AOK NordWest hervor. Danach weist die Gesamtbilanz der Krankmeldungen bei den rund 21.000 AOK-versicherten Arbeitnehmenden für das Jahr 2025 im Kreis Herzogtum Lauenburg einen Krankenstand von 7,1 Prozent aus. Im Jahr zuvor lag der Wert bei 7,3 Prozent, bleibt somit trotz Rückgangs auf einem hohen Niveau. Beschäftigte fehlten im Schnitt 25,9 Tage krankheitsbedingt in ihren Betrieben. Langzeiterkrankungen von mehr als sechs Wochen verursachten 39,2 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage. „Atemwegserkrankungen machten mehr als ein Viertel aller Krankheitsfälle aus und waren mit Abstand wieder der häufigste Grund für eine Krankschreibung“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.
Atemwegserkrankungen häufigster Grund für Krankschreibung
Der Anteil der Arbeitsunfähigkeitsfälle aufgrund von Atemwegserkrankungen an allen AU-Fällen lag 2025 mit 26,9 Prozent mit weitem Abstand weiterhin an erster Stelle. Danach folgten Muskel- und Skeletterkrankungen (13,9 Prozent), Verdauungserkrankungen (7,3 Prozent) und Verletzungen mit einem Anteil von 5,3 Prozent an allen AU-Fällen.

Bereich Erziehung und Unterricht mit höchstem Krankenstand
Im Branchenvergleich ist der höchste Krankenstand bei den AOK-Mitgliedern im Kreis Herzogtum Lauenburg im Jahr 2025 mit 8,7 Prozent in Erziehung und Unterricht zu beobachten. Der niedrigste Wert war in der Branche Banken und Versicherungen mit 3,7 Prozent festzustellen.
Krankenstand im Herzogtum Lauenburg über Niveau von Schleswig-Holstein
Der Krankenstand im Kreis Herzogtum Lauenburg beträgt 7,1 Prozent und liegt damit über dem Durchschnitt in Schleswig-Holstein (6,7 Prozent). Die durchschnittliche Krankheitsdauer je Fall lag im Kreis Herzogtum Lauenburg bei 10,5 Kalendertagen.
Betriebliches Gesundheitsmanagement einführen
Wunsch weist darauf hin, dass sich das Arbeitsleben in den letzten Jahren durch eine zunehmende Digitalisierung, dem demografischen Wandel, Fachkräftemangel, Arbeitsverdichtung und Homeoffice deutlich verändert habe. „Hier kann betriebliche Gesundheitsförderung Ansätze bieten, um die Widerstandsfähigkeit und psychische Belastbarkeit der Belegschaft von Betrieben zu stärken. Eine gute Unternehmenskultur und Führung sind zentrale Stellschrauben, um Mitarbeitende gesund zu erhalten und langfristig an die Unternehmen zu binden“, so Wunsch.










