Ratzeburg/Brüssel (gb). Vom 25. bis 28. März 2026 unternahm der LandFrauenVerein Ratzeburg und Umgebung e.V. eine außergewöhnliche Reise: 45 engagierte LandFrauen – begleitet von fünf Herren – machten sich auf den Weg in die belgische Hauptstadt, um Europa aus nächster Nähe zu erleben. Im Fokus stand nicht nur die Begegnung mit dem Europaabgeordneten Niclas Herbst, einem gebürtigen Ratzeburger, sondern auch das gemeinsame Erleben von Kultur, Politik und Gemeinschaft.

Europa live erleben: Politik und Symbolik
Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des EU-Parlaments. Die Gruppe zeigte sich beeindruckt von der Dimension des Gebäudekomplexes und durfte sogar live an einer Abstimmung teilnehmen – konkret zur EU-Asylpolitik und den sogenannten „Return Hubs“ in Drittstaaten. Niclas Herbst, der die LandFrauen persönlich begrüßte, betonte die Bedeutung des Austauschs: „Ich habe mich sehr über das Interesse an meiner Arbeit und den intensiven Dialog zu aktuellen politischen Themen gefreut.“
Ein überraschender Moment war die Entdeckung, dass die Fassade des Europagebäudes nicht aus rostigem Eisen, sondern aus Eichenfenstern besteht – jedes Fenster ein Geschenk eines anderen EU-Mitgliedstaats. Die Eiche, als einziger Baum, der in allen EU-Ländern wächst, steht symbolisch für Einheit und Vielfalt – ein starkes Zeichen für die Gemeinschaft, die die LandFrauen während der Reise immer wieder spürten.

Kultur, Genuss und Gemeinschaft
Neben der Politik kam auch die Kultur nicht zu kurz: Geführte Touren durch Brüssel und Gent boten spannende Einblicke in die Geschichte und Architektur der Städte. Ein besonderes Highlight war der Besuch des Schokoladenmuseums – ein kulinarisches Erlebnis, das nicht nur die Sinne, sondern auch die Einkaufstaschen füllte.
Das zentral gelegene Hotel in Brüssel diente als idealer Ausgangspunkt, um die Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten, gemütlichen Restaurants und besonderen Einkaufsmöglichkeiten zu erkunden. Kulinarisch wurde die Reise zu einem echten Genuss: Gemeinsame Mahlzeiten stärkten nicht nur den Körper, sondern auch den Zusammenhalt der Gruppe.

Dankbarkeit und Ausblick
Beim letzten gemeinsamen Mittagessen bedankte sich Hilke Ramm, 1. Vorsitzende des LandFrauenVereins, herzlich bei der Reiseleiterin Karoline Möller für ihre kompetente und erfrischende Begleitung sowie bei der Busfahrerin Melanie Matthiesen für die sichere Fahrt. „Solche Reisen zeigen uns, wie wichtig es ist, sich zu vernetzen, voneinander zu lernen und Europa als Gemeinschaft zu begreifen“, so Ramm.

Die Reise nach Brüssel war mehr als eine Bildungsfahrt – sie war ein Erlebnis, das die LandFrauen enger zusammenbrachte und ihnen die Bedeutung eines vereinten Europas vor Augen führte. Mit neuen Eindrücken, gestärkter Gemeinschaft und der Gewissheit, dass Bildung und Austausch Brücken bauen, kehrte die Gruppe nach Ratzeburg zurück.










