Mölln (ts). Die Hoffnung einen ruhigen Jahreswechsel im Kreise der Familien oder mit Freunden verbringen zu können, erfüllte sich leider auch in diesem Jahr nicht. So sorgten Leichtsinn, Gleichgültigkeit und Unvorsichtigkeit beim Umgang mit Feuerwerkskörpern in der Silvesternacht für mehrere kleine Einsätze.
Die Bilanz für den Januar zeigt, dass insgesamt ein außergewöhnlich einsatzintensiver Monat hinter den ehrenamtlichen Rettern liegt. So wurde ihre Hilfe im Januar 41mal benötigt. Allein achtmal forderte der Rettungsdienst die Unterstützung im Rahmen einer Tragehilfe an und zweimal wurden Kräfte zu einer Notfalltüröffnung gerufen. In sieben Fällen sorgten Brandmeldeanlagen beziehungsweise private Rauchwarnmelder für eine Alarmierung, wobei in zwei Fällen angebrannte Essen die Rauchwarnmelder ausgelöst hatten. Am 10. sowie am 11. Januar wurden Kräfte der Wehr alarmiert, weil zuvor gemeldet worden war, dass Schwäne, die sich längere Zeit nicht bewegt hatten, auf dem Eis des Ziegelsees beziehungsweise des Schmalsees festgefroren sein könnten. Wie zu erwarten war, war dies nicht der Fall.

1. Januar In den ersten zwei Stunden des Jahres wurde die Hilfe der Möllner Blauröcke bereits sechsmal benötigt. In fünf Fällen mussten glimmende oder brennende Feuerwerksbatterien sowie brennende Müllbehälter abgelöscht werden. Die erste Alarmierung, die die Einsatzkräfte um 0.14 Uhr erreichte, stellte sich nach dem Eintreffen allerdings als Fehlalarm heraus. Eine Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses hatte einen Feuerschein bemerkt und setzte einen Notruf ab. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Feuerkorb im Garten eines Nachbargrundstücks die Ursache für den Feuerschein war. Ansonsten rückten die Ehrenamtler zur Berliner Straße, zum Grambeker Weg, zur Hansestraße und zur Kolberger Straße aus.
2. Januar Wohl aufgrund winterlicher Straßenverhältnisse verunglückte gegen 6.30 Uhr auf der L 218 zwischen Mölln und Brunsmark ein mit 30.000 l Heizöl beladener Tanklastzug. Er kam von der Straße ab und landete auf der Seite liegend im angrenzenden Wald. Der Fahrer blieb dabei glücklicherweise unverletzt und konnte selbst den Notruf absetzen. Da nicht sicher war, ob Betriebsstoffe oder Öl aus dem verunglückten Fahrzeug austreten, wurden die Feuerwehren aus Mölln und Brunsmark zum Unfallort beordert. Vor Ort stellten sich heraus, dass keine Gefahr- und Betriebsstoffe austraten. Nach der erfolgten Vollsperrung der Straße kehrten die Kräfte bis auf ein Fahrzeug, mit dem der Brandschutz vor Ort sichergestellt wurde, ins Gerätehaus zurück. Nachdem die Ladung durch den Betreiber in ein Ersatzfahrzeug gepumpt war, wurden Motorwagen und Anhänger durch ein Bergungsunternehmen aufgerichtet. Eine Kontrolle ergab, dass keine Leckagen vorhanden waren. Somit konnten auch die letzten Kräfte gegen 12.15 Uhr die Einsatzstelle verlassen.

2. Januar Bedingt durch Schneelast war ein Baum von einem Grundstück an der Posener Straße in den Verkehrsraum der Danziger Straße gekippt. Die um 22.49 Uhr alarmierten Kräfte beseitigten das Hindernis.
7. Januar Um eine Wohnung in Köthel auf das Vorhandensein von Schadstoffen zu überprüfen, wurden um 18.15 Uhr Kräfte des im Rahmen des Löschzug-Gefahrgut in Mölln stationierten Erkunderfahrzeuges alarmiert. Nach der Messung konnten keinerlei Schadstoffe oder Belastungen in der Wohnung festgestellt werden.
11. Januar Auf der Rückfahrt von einem Einsatz am Schmalsee beseitigten die Einsatzkräfte gegen 15.30 Uhr einen Baum, der über einem Weg hing.
11. Januar Da in der Stettiner Straße seit mehreren Stunden der Motor eines Wohnmobils, ohne dass dort eine Person gesehen wurde, lief, vermuteten Anwohner einen Notfall und setzten einen Notruf ab. Da der Verdacht eines Notfalls oder eines Suizids bestand, verschafften sich die um 19.26 Uhr alarmierten Einsatzkräfte Zutritt zu dem Wohnmobil, in dem keine Person aufgefunden wurde. Es stellte sich heraus, dass auf dem Gaspedal ein Stein lag. Nachdem der Motor ausgeschaltet worden war, wurden die Fahrzeugschlüssel der Polizei übergeben.
12. Januar Im Rahmen der nachbarlichen Löschhilfe rückten auch Kräfte der Möllner Wehr zu einem Feuer nach Duvensee aus. Zuvor waren gegen 21.30 Uhr die Einsatzkräfte zu einem brennenden Gebäude an der Dörpstraat alarmiert worden. Die Bewohner, die den Brandausbruch selbst bemerkt hatten, konnten das Gebäude noch rechtzeitig selbstständig verlassen. Zur Unterstützung bei der Brandbekämpfung wurde auch die Drehleiter der Möllner Wehr zum Brandobjekt beordert. Gemäß der Alarm- und Ausrückeordnung rückten mit der Drehleiter ein Löschfahrzeug sowie ein Führungsfahrzeug aus. Mit Hilfe der Drehleiter wurde die Dachhaut des Gebäudes geöffnet, so dass dann die Löscharbeiten getätigt werden konnten. Für die Möllner Kräfte war der Einsatz um 1.50 Uhr beendet.

13. Januar Da die Gefahr bestand, dass große Eiszapfen von einem Gebäude an der Hauptstraße auf den Gehweg beziehungsweise die Fahrbahn fallen könnten, wurde die Möllner Wehr um 11.58 Uhr um Hilfe gebeten. Aufgrund der Nachbereitung des Einsatzes in Duvensee, befanden sich gerade einige Ehrenamtler im Gerätehaus und konnten die Drehleiter besetzen. Wenig später konnten die Eiszapfen entfernt werden.
23. Januar Als die Bewohner eines Hauses an der Martin-Behaim-Straße bemerkten, dass das Wohnzimmer verraucht war, setzten sie einen Notruf ab. Beim Eintreffen der um 11.15 Uhr alarmierten Einsatzkräfte hatte sich der Rauch bereits verzogen. Da nicht auszuschließen war, dass der Rauch ursprünglich vom Schornstein kam, wurde ein Schornsteinfeger angefordert.
25. Januar Nachdem der Leitstelle eine Rauchentwicklung aus einer WC-Anlage im Bereich des Kurparks gemeldet worden war, wurden um 13.41 Uhr Kräfte der Wehr alarmiert. Vor Ort zeigte sich, dass mehrere Anbauteile sowie die Decke der WC-Anlage zerstört waren. Die Meldende berichtete, dass offenbar ein Knallkörper in der Anlage gezündet wurde. Der dabei entstandene Rauch führte zur Alarmierung.
25. Januar Ein nicht alltäglicher Unfall ereignete sich an diesem Nachmittag auf dem Gelände des Möllner Augustinums. Hier war ein Autofahrer mit seinem Fahrzeug in die Gebäudefassade gefahren und hatte dabei ein Büro getroffen. Da der Fahrer das Fahrzeug zunächst nicht alleine verlassen konnte, alarmierte die Leitstelle mit dem Stichwort „VU Person klemmt“ die Rettungskräfte. Aufgrund der Baustelle in der Möllner Innenstadt, die zu Verzögerungen bei der Anfahrt der Möllner Kräfte führt, wurden daher auch die Feuerwehren aus Brunsmark, Horst und Schmilau mit alarmiert. Als die Feuerwehrkräfte am Einsatzort eintrafen, wurde der Fahrer bereits im Rettungswagen versorgt. Es zeigte sich, dass nicht nur die Außenfassade aus Glas- und Leichtbauwänden vollständig zerstört worden war, sondern dass durch eine gebrochene Heizungszuleitung Wasser austrat. Das ausgetretene Wasser war vom Büro durch Versorgungsöffnungen bis in den Keller des Gebäudes gelaufen und wurde mit Wassersaugern beseitigt.
26. Januar Die im Rahmen des Löschzug-Gefahrgut um 5.57 Uhr alarmierten Kräfte rückten wenig später mit dem Erkunderfahrzeug nach Klinkrade aus. Hier war zuvor gemeldet worden, dass es in einem Gebäude nach Gas riechen würde. Noch auf der Einsatzfahrt wurde durch die örtliche Feuerwehr über Funk gemeldet, dass kein Gasgeruch wahrnehmbar ist. Daraufhin kehrten die Möllner Einsatzkräfte ins Gerätehaus zurück.









