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Titel Herzogtum Lauenburg

‚Internationale Wochen gegen Rassismus‘ – Dialogen, Informationen und Gesang

Beitrag auch in leichter Sprache zu lesen

von Gesine Biller
März 30, 2026
‚Internationale Wochen gegen Rassismus‘ – Dialogen, Informationen und Gesang

In einem Podiumsgespräch mit Betroffenen im Jugendzentrum 'GLEIS 21' wurde das Phänomen des antimuslimischen Rassismus ausgeleuchtet. Foto: Stadt Ratzeburg, hfr

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Ratzeburg (pm/gb). Das ‚Bündnis für Demokratie und Menschenrechte in Ratzeburg und Umland‘ hat sich auch in diesem Jahr wieder mit eigenen Beiträgen in die ‚Internationale Wochen gegen Rassismus‘ eingebracht. In einem Podiumsgespräch mit Betroffenen im Jugendzentrum ‚GLEIS 21‘ wurde das Phänomen des antimuslimischen Rassismus ausgeleuchtet. Emel Balık und Wladimir Haase vom Projekt ‚Vielklang. Gemeinsam gegen antimuslimischen Rassismus‘ der Türkischen Gemeinde S.-H. e.V., das in Kiel vor allem in Schulen und Jugendeinrichtungen Sensibilisierungs- und Empowermentangebot organisiert, berichteten von der Alltäglichkeit von Angriffen und Diskriminierungen aus antimuslimisch rassistischen Motiven in Deutschland.

Evans Gumbe, Koordinator der lokalen Antirassismusarbeit, konnte diese Beschreibung mit eindrucksvollen Zahlen unterlegen. Laut repräsentativem ‚Motra-Monitor‘ (2026) teilen 43 Prozent der Bevölkerung antimuslimische Einstellungen. Mehr als 28 Prozent der Befragten haben eine manifeste muslimfeindliche Haltung. Zu ganz ähnlichen Ergebnissen kommt auch die repräsentative Leipziger Autoritarismus Studie (2024). Dort stimmen die Hälfte (48,3 Prozent) der Befragten stimmt der Aussage zu, sich „durch die vielen Muslime […] manchmal wie ein Fremder im eigenen Land“ zu fühlen. Mehr als ein Drittel (34,9 Prozent) der Befragten findet, dass MuslimInnen die Zuwanderung nach Deutschland untersagt werden sollte.

Fahnen vor dem Ratzeburger Rathaus und den Amtsgebäuden mahnten unter dem Motto. Foto: Stadt Ratzeburg, hfr

Zusammen mit Tarek Al-Shadidi vom Bündnis wurden diese Erfahrungswerte und Zahlen in konkrete Lebensrealitäten übersetzt. Die Zuhörerschaft erfuhr so aus erster Hand, wie sehr sich die Welt verändert, wenn man sich ein Kopftuch umbindet oder es ablegt und wenn man als Mensch allein darauf reduziert wird. In dem Podiumsgespräch kamen auch ganz offensichtliche Nachteile zur Sprache, die muslimisch gelesene Menschen in ihrem Alltag erfahren müssen, in ihrem beruflichen oder schulischen Umfeld erfahren, in Verwaltungen oder bei der Wohnungssuche und wie sie schnell zur Zielscheibe von verbalen oder tätlichen Übergriffen werden können.

Auch sehr junge Menschen sind von antimuslimischem Rassismus betroffen, oft auch an vermeintlich sicheren Orten, wie den Schulen oder Kitas. Evans Gumbe wies an dieser Stelle daraufhin, dass auch aus Ratzeburg und dem Umland solche Vorfälle gemeldet werden. Entsprechend hat sich die Arbeitsgruppe ‚Antirassismusarbeit im ländlichen Raum‘ innerhalb des ‚Bündnis für Demokratie und Menschenrechte in Ratzeburg und Umland‘ entschlossen, hier mit Nachdruck dran zu arbeiten. „Wir wollen gemeinsam einen Maßnahmenkatalog gegen antimuslimischen Rassismus entwickeln. Die ‚Europäische Städtekoalition gegen Rassismus‘ (ECCAR) unterstützt uns dabei fachlich. Grundlage dafür ist eine Fragebogenaktion, die sich gezielt an Betroffene von Rassismus richtet und ihren Erfahrungen erfassen sollen“, so Evans Gumbe.

Das Chorprojekt ‚POLITICALied‘ organisierte mit über 25 Sängerinnen und Sänger einen offenen Chorworkshop unter Leitung von Anna Bertram. Foto: Verein Miteinander leben e.V., hfr

Ein weiterer Beitrag zu den ‚Internationale Wochen gegen Rassismus‘ war wie schon im Vorjahr musikalisch. Das Chorprojekt ‚POLITICALied‘ organisierte mit über 25 Sängerinnen und Sänger einen offenen Chorworkshop unter Leitung von Anna Bertram. Geprobt wurden Lieder mit einer klaren Botschaft gegen Rassismus und Hass. Das anschließende und gut besuchte Chorkonzert unter dem Titel „Herz einschalten – Rassismus ausschalten‘ wurde dem schwarzen Bluespianisten Daryl Davis gewidmet, der seit vielen Jahren den Dialog zu Mitgliedern des Ku-Klux-Klan sucht und sie fragt: „Wie kannst du mich hassen, wenn du mich gar nicht kennst?“ Mit seiner Offenheit und Neugier ist er erfolgreich. Über 200 Klan-Mitglieder haben sich von ihm überzeugen lassen und ihre Kutten abgelegt. Einige sind inzwischen gute Freunde von ihm geworden. Inspiration für diese Dialoge findet Daryl Davis dabei in der Musik. Auch sie schafft es, nur durch Zuhören Herzen zu bewegen.

Dass in Ratzeburg und dem Amt Lauenburgische Seen die Bedeutung von Antirassismusarbeit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt erkannt ist, zeigten in der Woche auch wieder die Fahnen vor dem Ratzeburger Rathaus und den Amtsgebäuden. „Herz einschalten – Rassismus ausschalten“ stand dort groß zu lesen. Gefördert wurden diese Beiträge über die ‚Partnerschaft für Demokratie‘ der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms ‚Demokratie leben!‘.

Im Sinne der Inklusion versuchen wir ab sofort zu unseren Artikeln auch eine Übersetzung in leichter Sprache zu bieten. Wir bitten um Verständnis, dass wir aus zeitlichen Gründen immer nur einige Berichte übersetzen können.
Image by Markéta Klimešová from Pixabay

Gegen Rassismus – besonders gegen Muslimfeindlichkeit – in Ratzeburg

In Ratzeburg gibt es ein „Bündnis für Demokratie und Menschenrechte“, das sich für ein faires Miteinander einsetzt. Auch in diesem Jahr hat es sich an den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ beteiligt.

Was war los?

  • Ein Gespräch mit Betroffenen: Im Jugendzentrum „GLEIS 21“ wurde über antimuslimischen Rassismus gesprochen. Das bedeutet: Menschen werden wegen ihres Glaubens oder Aussehens (z. B. Kopftuch) benachteiligt oder angegriffen.
  • Zahlen zeigen das Problem: Studien wie der „Motra-Monitor 2026“ oder die „Leipziger Autoritarismus-Studie 2024“ belegen:
    • 43 % der Deutschen haben Vorurteile gegen Muslime.
    • 28 % sind sogar deutlich muslimfeindlich eingestellt.
    • Viele fühlen sich durch Muslime „fremd im eigenen Land“ oder wollen, dass Muslim:innen nicht nach Deutschland kommen dürfen.
  • Alltagsgeschichten: Betroffene berichteten, wie sie im Job, in der Schule oder bei der Wohnungssuche diskriminiert werden – nur weil sie muslimisch aussehen oder ein Kopftuch tragen.

Was tut Ratzeburg?

  • Hilfe für junge Menschen: Auch Kinder und Jugendliche erleben Rassismus, z. B. in Schulen. Das Bündnis will dagegen vorgehen.
  • Maßnahmen planen: Es gibt eine Arbeitsgruppe, die einen „Maßnahmenkatalog“ gegen antimuslimischen Rassismus erarbeitet. Dafür werden Betroffene befragt, um ihre Erfahrungen zu sammeln.
  • Musik gegen Hass: Ein Chorprojekt („POLITICALied“) probte Lieder gegen Rassismus und gab ein Konzert mit dem Titel „Herz einschalten – Rassismus ausschalten“. Inspiriert war es von Daryl Davis, einem Musiker, der durch Gespräche sogar Mitglieder des Ku-Klux-Klans zum Umdenken brachte.

Vor dem Rathaus und Amtsgebäuden hingen Fahnen mit der Botschaft „Herz einschalten – Rassismus ausschalten“. Das zeigt: In Ratzeburg ist man sich einig, dass Vielfalt und Respekt wichtig sind. Rassismus betrifft viele Menschen – oft im Verborgenen. Durch Aufklärung, Gespräche und gemeinsame Aktionen kann man etwas ändern. Jeder kann mitmachen!

Gefördert wurden diese Beiträge über die ‚Partnerschaft für Demokratie‘ der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms ‚Demokratie leben!‘.

 

 

Tags: 'Bündnis für Demokratie und Menschenrechte RatzeburgAntirassismusPartnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen

Gesine Biller

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