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Titel Herzogtum Lauenburg Amt Breitenfelde

Falsche Polizeibeamte – Senioren werden um ihr Erspartes gebracht

von Andreas Anders
März 24, 2026
In die Zukunft gekocht: 30 Jahre Lauenburg’scher Teller

Foto: Anders

298
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Herzogtum Lauenburg (pm). Trotz der vielen präventiven Warnungen der Polizei machten Betrüger kürzlich wieder Beute. Seit Mittwoch häuften sich die Anrufe von sogenannten falschen Polizeibeamten in Ratzeburg / Mölln / Gudow und Breitenfelde. Eine Vielzahl der angerufenen Bürger handelte besonnen, beendeten umgehend die Telefonate und informierten ihre Polizei vor Ort.

Eine Möllner Seniorin jedoch soll die Lügengeschichten des vermeintlichen „Oberkommissar Fischer“ geglaubt haben und ging zunächst zu Ihrer Hausbank, um dort Geld abzuheben. Der falsche Polizist soll die Legende einer Einbrecherbande ausgerollt und vorgegeben haben, dass das Bargeld der Senioren überprüft werden müsse. Dazu kündigte er den Besuch eines weiteren vermeintlichen Polizisten an. Während „Oberkommissar Fischer“ die Gesprächsführung gezielt leitete und der angekündigte zweite Mann persönlich an der Wohnanschrift der Seniorin erschien, soll es diesem gelungen sein, das zuvor abgeholte Bargeld, einen mittleren vierstelligen Geldbetrag, unbemerkt an sich zu nehmen und zu entwenden. Kurz nachdem der Mann ihre Wohnung verlassen hatte und das Telefonat beendet wurde, erkannte die Frau den Betrug und rief bei ihrer zuständigen Polizeistation an.

Auch einem Ratzeburger Senior und einem Mann aus Gudow erging es so. Beide fielen auf die geschult vorgehenden Betrüger mit ähnlicher Legende herein und übergaben so ihre Ersparnisse, jeweils im niedrigen und mittleren vierstelligen Bereich.

Der beschriebene Geldabholer wies Ähnlichkeiten in allen drei Taten auf. Er wurde beschrieben als zirka 30 bis 35 Jahre alt und Vollbartträger. Er sei zirka 1,75 bis 1,80 Meter groß und von kräftiger Statur. Der Mann habe zudem kurzes, krauses, braunes Haar getragen. Seine Bekleidung wird lediglich als dunkel beschrieben.

Wer Hinweise zur beschriebenen Person geben kann oder verdächtige Wahrnehmungen in seinem Umkreis gemacht hat, wende sich an die Beamten der Ratzeburger Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 04541/809-0 oder per Email an Ratzeburg.KPSt@polizei.landsh.de.

Die Polizei weist erneut daraufhin, dass man sich vor Telefonbetrügern schützen kann. Zwischenzeitlich sind die Maschen, wie die Betrüger an das Geld der Angerufenen kommen wollen, vielfältig. Falsche Polizeibeamte sollen meist ältere Menschen dazu bringen, Geld oder andere Wertgegenstände und Schmuck auszuhändigen oder Überweisungen durchzuführen. In vielen Fällen durchschauen die Angerufenen die Betrugsmaschen und die Betrüger gehen leer aus. Leider fallen aber auch immer wieder Menschen auf Betrüger herein und werden um Ihr Vermögen gebracht.

Die Polizei gibt dazu folgende grundsätzlichen Verhaltenstipps:

– Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.
– Werden Sie misstrauisch bei Forderungen nach Geld oder
persönlichen Daten.
– Rufen Sie eigenständig bei der Polizei an. Legen Sie jedoch
unbedingt zuerst auf! Wählen sie erst dann selbst die 110 und
teilen Sie den Sachverhalt mit.
– Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und
finanziellen Verhältnisse.
– Die Betrüger suchen in Telefonverzeichnissen vor allem nach
Vornamen, die auf ältere Personen hindeuten. Wer das Risiko
solcher Anrufe verringern will, der sollte sich deshalb aus den
öffentlichen Verzeichnissen streichen lassen oder veranlassen,
dass der Vorname nur abgekürzt genannt wird.
– Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Personen, denen Sie
vertrauen.
– Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte.
– Geben Sie bitte diese Tipps in Ihrem Familien- und Freundeskreis weiter.

Andreas Anders

Herausgeber von Herzogtum direkt.

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