Mölln (pm). Am Sonnabend, 14. März 2026 nominierte die FDP Herzogtum Lauenburg im Möllner Quellenhof ihre Direktkandidaten für die anstehende Landtagswahl. Im Wahlkreis 34 (Lauenburg-Nord) erhielt Christopher Vogt erneut 100 Prozent der Stimmen.

Der 42-jährige Wirtschaftsingenieur, FDP-Landesvorsitzender und Fraktionsvorsitzender, machte in seiner Bewerbungsrede deutlich: „Der Staat muss sich wieder deutlich besser um seine wesentlichen Kernaufgaben wie Sicherheit, Bildung und Infrastruktur kümmern, sich aber nicht unnötig in alle möglichen Lebensbereiche einmischen. Der Bürokratiewahnsinn hat mittlerweile nahezu alle Bereiche erreicht und lähmt nicht nur unsere Wirtschaft, sondern unsere Gesellschaft insgesamt. Es braucht einen Mentalitäts- und Stimmungswechsel: Die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger muss wieder gestärkt werden. Mit einer Vollkasko-Mentalität und immer mehr Misstrauen kommen wir nicht voran. Die FDP wird sich für mehr Chancengerechtigkeit, Leistungsgerechtigkeit und Generationengerechtigkeit einsetzen. Der Rechtsstaat muss gestärkt und die Migration sinnvoll gesteuert werden: Wer sich integriert, ist willkommen. Wer dies nicht tut, muss unser Land verlassen.“ Kritik übte Vogt an der Bildungspolitik der Landesregierung, insbesondere an Kürzungen bei Lehrerstellen, gescheiterter Inklusion und mangelnder Finanzierung der Kommunen. Im Wahlkreis 35 (Lauenburg) wurde Emilia Krause, 24-jährige Juristin und Vorsitzende der Kreislandjugend, mit nur einer Enthaltung einstimmig gewählt.
Krause betonte in ihrer Rede: „Es geht jungen Menschen auf dem Land nicht um große Worte, sondern um echte Chancen, Verlässlichkeit und das Gefühl, dass ihr Alltag gesehen wird. Mein Ziel ist es, dass die FDP die Partei wird, bei der die Menschen im ländlichen Raum – besonders die junge Generation – ihr Kreuz machen.“ Krause forderte, das Leben auf dem Land attraktiver und fairer zu gestalten, etwa durch bessere verkehrliche, politische und gesellschaftliche Anbindung. Besonders wichtig sei die Wertschätzung des Ehrenamts: „In Dörfern und kleineren Gemeinden hält ehrenamtliches Engagement vieles zusammen, was sonst wegbrechen würde. Wer Verantwortung übernimmt, Gemeinschaft trägt und vor Ort anpackt, verdient nicht nur freundliche Sonntagsreden, sondern echte politische Anerkennung.“
Der Kreisparteitag beschloss einen Antrag zur Meinungsfreiheit, der eine offene Debatte bei konsequenter Verfolgung strafbarer Inhalte fordert. Trotz bundespolitischer Rückschläge bleibt die FDP überzeugt, dass liberale Politik aktuell dringend benötigt wird und verständlicher vermittelt werden muss.










