Lauenburg (pm). Auf der letzten Sitzung des Lauenburger Umweltausschusses vom 16. Februar verteilte die CDU-Fraktion einen auf den 20. Februar datierten Antrag auf Streichung des Klimaschutzmanagements im Stellenplan – die Lauenburger SPD lehnt dies ab. Sie stellt klar: „Ein effektiver und glaubwürdiger Klimaschutz braucht entsprechend Personal. Das sind keine Aufgaben für nebenbei“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Immo Braune.
Braune weiter: „Der Antrag ist auf mehreren Ebenen fragwürdig: Eine Minijobberin soll plötzlich in Sachen Klimaschutz vernetzen, zusätzlich zu ihren bestehenden Aufgaben, Einwerbung von Fördermitteln nicht mehr zentral geschehen, obwohl hierfür ein hohes Maß an Fachwissen benötigt wird, und es wird zu wenig Monitoring bemängelt, das sonst aber auch nicht vermisst oder durchgesetzt wurde – trotz CDU-Mehrheit in der Stadtvertretung und CDU-Leitung der Verwaltung.“
Die SPD bemängelt auch die Vorgehensweise der Christdemokraten: Das Einbringen falsch datierter Anträge und die sachgrundlose Kritik an der anwesenden Klimaschutzmanagerin zeugten von mangelndem Fingerspitzengefühl und Überrumpelungstaktik. „Niemand kann der CDU verbieten, Anträge zu stellen, aber sie sollte ihre Art und Weise nochmal intern diskutieren. So ist eine Stadt nicht seriös zu gestalten“, merkt Braune an. In der Berichterstattung der Lauenburgischen Landeszeitung verteidigte der CDU-Fraktionsvorsitzende sein Vorgehen damit, dass er damit eine Resonanz erreichen wolle, die bisher nicht gekommen sei. Braune dazu: „Aber bitte nicht auf Rücken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!“
Braunes Fraktionskollege und Umweltausschussmitglied Henrik Behr verweist auf die zahlreichen anstehenden Aufgaben: „Energiewende- und Klimaschutzgesetz, Wärmeplanung, Klimaschutzkonzept und auch die immer neuen Ideen aus dem CDU-Wirtschaftsministerium brauchen eine personell gut aufgestellte Verwaltung. Hier jetzt kürzen zu wollen ist unverantwortlich und ein Bärendienst an unserer Stadt.“ Abschließend verweist der Fraktionsvorsitzende Immo Braune, der auch Mitglied des Kreistags ist, auf andere kommende Entwicklungen: „Wir haben uns auf Kreisebene auf den Weg gemacht, Klimaschutz- und -anpassungsmanagement in einer Agentur zu bündeln, um die Bemühungen vor Ort in den Kommunen bestmöglich zu unterstützen. Ohne lokales Klimaschutzmanagement werden wir in Lauenburg davon abgehängt. Viele Studien belegen: Jeder in Klimaschutz investierte Euro vermeidet ein Vielfaches an späteren klimabedingten Folgekosten.“









