Mölln/Tillhausen (aa). In den kommenden Sommerferien entsteht in Mölln erneut eine Stadt, in der Erwachsene nichts zu sagen haben: Tillhausen geht in die 14. Runde. Vom 7. bis 16. Juli heißt es rund um das Luisenbad in Mölln wieder: Willkommen in Tillhause. 300 Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis vierzehn Jahren werden die temporäre Zeltstadt für anderthalb Wochen mit Leben füllen – und eigenständig organisieren.
Beim Pressetermin am 16. Februar in den Räumlichkeiten des Kreisjugendrings stellten die Verantwortlichen den aktuellen Stand der Planungen sowie das Anmeldeverfahren vor. Auch Herzogtum direkt war vor Ort. Der zentrale Anmeldetag ist in diesem Jahr der Sonnabend, 28. Februar. Ab 0 Uhr ist die Anmeldung für ein begrenztes Kontingent online via Email an info@kjr-herzogtum-lauenburg.de möglich. Ab 10 Uhr werden Anmeldungen auch persönlich vor Ort in der Schmilauer Straße 66 angenommen. Rechtzeitiges Erscheinen nach eigenem Ermessen noch vor 10 Uhr ist empfohlen, die Nachfrage ist erfahrungsgemäß hoch.
Neben den eigenen Kindern können maximal zwei weitere Kinder angemeldet werden. Zusammenlegungswünsche werden nur berücksichtigt, wenn der Altersunterschied bei den Teilnehmenden nicht mehr als zwei Jahre beträgt. Der Kreisjugendring verschickt zeitnah eine Anmeldebestätigung bzw. die Mitteilung über einen Wartelistenplatz. Eine ausführliche Beschreibung zu Tillhausen können Sie hier dem gedruckten Programmheft des Kreisjugendrings entnehmen.
Die Teilnahmegebühr für zehn Tage Tillhaus all inclusive beträgt 220 Euro (ermäßigt 55 Euro).

Eigene Währung, eigene Jobs, eigene Regeln
Tillhausen ist mehr als ein Ferienlager. Die Kinderstadt verfügt über einen eigenen Finanz- und Wirtschaftskreislauf – inklusive eigener Währung, den sogenannten Till-Talern. Die jungen Bürger müssen sich ihre Gehälter durch Arbeit verdienen und zahlen Steuern. So entsteht ein in sich geschlossenes System, das wirtschaftliche Zusammenhänge spielerisch vermittelt. Aber Tillhausen ist auch ein Demokratieprojekt. Die Kids wählen ihre Zeltvertreter, die wiederum das Stadtparlament bilden. Aus diesem wird dann ein Bürgermeister beziehungsweise eine Bürgermeisterin gewählt.
Eine zentrale Rolle übernimmt dabei die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg, die erneut Hauptsponsor des alle zwei Jahre stattfindenden Projekts ist. Auszubildende der KSK betreuen eine Tillhausener Service-Filiale und unterstützen die Kinder bei allen Fragen rund ums Geld. Durch das Sponsoring helfe die Kreissparkasse, die Teilnahmebeiträge stabil zu halten, wie beim Termin deutlich wurde.
Insgesamt stehen wieder 300 Plätze zur Verfügung. 20 davon sind für Kinder aus dem polnischen Partnerkreis Slupsk reserviert. Zusätzlich zu den jungen Einwohnern ziehen über 150 ehrenamtliche Betreuer mit in die Stadt.
Breite Unterstützung für das Projekt
Ermöglicht wird das Stadtspiel durch die Zusammenarbeit mit der Stadt Mölln, dem DRK Herzogtum Lauenburg sowie dem DLRG Mölln. Gemeinsam sorgen sie für Organisation, Sicherheit und Infrastruktur.
Und eine Regel bleibt auch in diesem Jahr bestehen: Während der rund eineinhalb Wochen haben Erwachsene – mit Ausnahme der Betreuerinnen und Betreuer – keinen Zutritt zur Stadt. Tillhausen bleibt damit konsequent in Kinderhand.
Weitere Infos unter https://kjr-herzogtum-lauenburg.de/veranstaltungen/stadt-spiel/ und https://tillhausen.de/








