Geesthacht (pm). Über Gleichstellung, Machtstrukturen und die Bedeutung von Anerkennung weiblicher Leistungen sprechen – dafür soll eine Filmvorführung am Weltfrauentag (8. März 2026) anreizen. Geesthachts Frauenbeirat, Geesthachts Gleichstellungsbeauftragte Anja Nowatzky und das Team des Kleinen Theaters Schillerstraße laden gemeinsam zu einer Vorführung des Streifens „Copa 71“ ein.
„Ich hoffe, dass Filme wie dieser als Katalysator wirken, um nachhaltige Veränderungen anzustoßen. Ich bin davon überzeugt, dass Aufklärung durch verschiedene Medien wie Kino nachwirken. So wie kulturelle Veranstaltungen, die das Thema sichtbar machen, stärken sie das Bewusstsein und Engagement für Gleichstellungsthemen“, sagt Anja Nowatzky.
Zum Inhalt des Films:
Der Dokumentarfilm Copa 71 erzählt die Geschichte der Frauen-Fußballweltmeisterschaft 1971 in Mexiko. Vor über 100.000 Zuschauenden spielten Teams aus Europa, Nord- und Südamerika in ausverkauften Stadien – doch das Turnier wurde nie offiziell von der FIFA anerkannt. Der Film lässt ehemalige Spielerinnen zu Wort kommen und zeigt, mit welchen Widerständen, Diskriminierungen und strukturellen Hürden sie konfrontiert waren, obwohl ihr Sport enorme Begeisterung auslöste.
„Für mich als Gleichstellungsbeauftragte ist Copa 71 ein starkes Beispiel dafür, wie Leistungen von Frauen systematisch unsichtbar gemacht werden – selbst dann, wenn sie historisch, erfolgreich und gesellschaftlich relevant sind. Der Film verdeutlicht, wie patriarchale Strukturen Frauen aus offiziellen Geschichtsschreibungen ausschließen, warum gleiche Anerkennung, Ressourcen und Repräsentation bis heute erkämpft werden müssen und wie wichtig es ist, weibliche Vorbilder sichtbar zu machen, sagt Anja Nowatzky, die in diesem Zusammenhang darauf verweist, dass der Film nicht nur anlässlich des Weltfrauentags eine gute Wahl ist. „Auch mit Blick auf den Equal Pay Day, der am 27. Februar 2026 ist, macht die Vorführung dieses Films absolut Sinn. Denn auch das Ungleichverhältnis der Gage oder Bezahlung beim Fußball wird in dem Streifen thematisiert – und dieses Ungleichverhältnis ist bis heute so!“ Der Equal Pay Day markiert symbolisch die statistische Lohnlücke zwischen Männern und Frauen von 16 Prozent.
Karten für das Event im kTS (Schillerstraße 33) werden mit 2 Euro pro Person bezuschusst. Die Teilnehmenden können wählen, ob sie für 29,90 Euro (abzgl. Euro 2,-) zum Frühstück vorab kommen und danach den Film schauen wollen oder für 9,50 Euro (abzgl. Euro 2,-) nur ins Kino gehen möchten. Das Frühstück beginnt um 10.30 Uhr, der Film um 12 Uhr. Tickets können nicht online reserviert werden, sondern nur direkt beim kTS (persönlich oder telefonisch) erworben werden.









