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Titel Gesundheit

Rund 21.600 Menschen im Herzogtum Lauenburg leiden an Depression

Neues Modul im AOK-Familiencoach hilft zum Umgang mit Depressionen rund um die Geburt

von Pressemitteilung
Februar 17, 2026
Rund 21.600 Menschen im Herzogtum Lauenburg leiden an Depression

Im Herzogtum Lauenburg waren in 2023 rund 21.600 Menschen ab zehn Jahren wegen Depressionen in ärztlicher Behandlung. Rund um die Geburt sind etwa zehn bis 15 Prozent der Mütter von einer peripartalen Depression betroffen. Foto: AOK, Colourbox, hfr.

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Herzogtum Lauenburg (pm). Depressionen können jeden Menschen treffen und sind eine der größten Herausforderungen im Gesundheitswesen. Es ist eine anerkannte Krankheit, die jeden Menschen in jedem Alter treffen kann. Im Jahr 2023 waren deshalb rund 21.600 Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg ab zehn Jahren in ärztlicher Behandlung. Das entspricht 11,7 Prozent der Bevölkerung, wie aus einer aktuellen AOK-Auswertung hervorgeht. „Depressionen verursachen für die Betroffenen nicht nur persönliches Leid und eine erhebliche Einschränkung ihrer Lebensqualität, sondern auch hohe Kosten für das Gesundheitssystem und die Wirtschaft. Zudem suchen viele Betroffene aus Angst vor gesellschaftlicher Ausgrenzung oder beruflichen Nachteilen immer noch zu selten professionelle Hilfe“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch. Der „Familiencoach Depression“ der AOK ist im Internet unter der Adresse www.familiencoach-depression.de kostenfrei und anonym nutzbar. Das digitale Selbsthilfeprogramm für Angehörige und andere Bezugspersonen wurde jetzt ergänzt um ein Modul zu peripartalen Depressionen im Zusammenhang mit der Geburt eines Kindes.

Angehörige sind oft die wichtigste Stütze für depressiv Erkrankte. Um die Krankheit zu verstehen und sich selbst nicht zu überfordern, bietet der AOK-Familiencoach Depression wertvolle Unterstützung. Foto: AOK, Colourbox, hfr.

Ob glückliche Partnerschaft, erfüllender Beruf oder die Geburt eines ersehnten Kindes: Menschen erkranken und zeigen unterschiedlichste Symptome. Einige ziehen sich völlig zurück und verlieren das Interesse an allem Positiven, andere sind gereizt und manchmal sogar aggressiv. Je früher eine Depression erkannt wird, umso besser sind die Heilungschancen. Schon beim Verdacht auf eine Depression sollten Betroffene frühzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Dabei ist eine genaue Diagnosestellung erforderlich.

Neues Modul im AOK-Familiencoach für peripartale Depression

Der AOK-Familiencoach wurde aktuell um ein Modul zu Depressionen im Zusammenhang mit der Geburt eines Kindes erweitert. Das kostenfreie und für alle Interessierten frei verfügbare Online-Angebot richtet sich an Angehörige von Menschen, die in der Schwangerschaft oder nach der Geburt eines Kindes mit sogenannten peripartalen Depressionen zu kämpfen haben. Laut Studien sind davon etwa zehn bis 15 Prozent der Mütter, aber auch etwa fünf Prozent der Väter von neugeborenen Kindern betroffen.

Angehörige unterstützen, ohne sich zu überfordern

Das neue Modul informiert über die Anzeichen der Erkrankung. Dies sind neben allgemeinen Depressionssymptomen auch fehlende Mutter- oder Vatergefühle, das Gefühl der Überforderung in der Elternrolle sowie Ängste, dem Kind zu schaden oder seine Bedürfnisse nicht erfüllen zu können. Diese Beschwerden unterscheiden sich deutlich von der schnell vorübergehenden traurigen Stimmung, die viele Frauen in den ersten Tagen nach der Geburt eines Kindes als „Babyblues“ erleben. Peripartale Depressionen entstehen durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren: Veranlagung, Belastungen im sozialen Umfeld, aber auch Vorerkrankungen, frühere Traumata, massiver Schlafmangel oder Empfindlichkeit für hormonelle Veränderungen können dabei unter anderem eine Rolle spielen. Angehörigen oder dem Freundeskreis fällt es oft schwer, die psychische Erkrankung zu verstehen und die Symptome nachzuvollziehen. Hierbei kann der ‚AOK-Familiencoach‘ helfen, die Krankheit zu verstehen, den Alltag gemeinsam zu bewältigen, Betroffene zu unterstützen und sich gleichzeitig selbst vor gesundheitlichen Folgen zu schützen.

„Angehörige sind oft die wichtigste Stütze für depressiv Erkrankte. Die Belastung kann aber dazu führen, dass sie sich selbst überfordern und sogar erkranken. Der kostenlose Online-Coach ist eine wertvolle Unterstützung, ersetzt aber natürlich keinen medizinischen Befund“, so Wunsch.

Informationen und Tipps von Expertinnen per Video

Das neue Online-Modul zur peripartalen Depression umfasst mehrere Expertinnen-Videos mit Prof. Elisabeth Schramm, Leiterin der Sektion Psychotherapieforschung in der Psychiatrie des Universitätsklinikums Freiburg, und mit Anke Rohde, Professorin für Gynäkologische Psychosomatik am Zentrum für Geburtshilfe und Frauenheilkunde des Universitätsklinikums Bonn. Darin geht es zum Beispiel um den Umgang mit Schuldgefühlen oder die möglichen Folgen einer peripartalen Depression des Vaters. Videos zeigen konkrete Strategien zum Ansprechen des Problems und zu Unterstützungsmöglichkeiten durch die Angehörigen oder zur Vermeidung von Konflikten durch ein „Überengagement“.

Das interaktive Selbsthilfe-Programm ist für Interessierte anonym und kostenfrei unter der Adresse www.familiencoach-depression.de  nutzbar.

Tags: AOKDepressionGesundheitstipps

Pressemitteilung

Bei Pressemitteilungen handelt es sich nicht um eine neutrale beziehungsweise kritische Berichterstattung im klassischen journalistischen Sinne. Es sind in der Regel Texte von Parteien, Organisationen, Institutionen und Unternehmen und schildern oft nur eine Sicht der Dinge. Die Redaktion von Herzogtum direkt prüft Pressemitteilungen vor Veröffentlichung stets nach bestem Wissen und Gewissen. So werden unter anderem Superlative und nicht belegbare Behauptungen aus den Texten entfernt.

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